
Der beste Castrop-Rauxeler Torschütze kommt in dieser Saison aus der Kreisliga A. © Jens Lukas
Bester Castrop-Rauxeler Torschütze bleibt in der A-Liga und löst ein Versprechen ein
Fußball-Kreisliga
Der beste Castrop-Rauxeler Torschütze der letzten Saison kommt aus der Kreisliga A. Mit seinem Erfolg löste er ein Versprechen ein. Sein kongenialer Sturmpartner verlässt den Verein, er aber bleibt.
In der Endabrechnung reichte es für den VfB Habinghorst nur für Platz fünf in der Kreisliga A Herne/Castrop-Rauxel. Trotzdem stellt der A-Ligist den besten Torschützen aus ganz Castrop-Rauxel. Der konnte mit diesem Erfolg ein Versprechen von vor der Saison einlösen.
Luce Schneider konnte mit seinen 33 Toren ein Versprechen einlösen
Luce Schneider ist der diesjährige Toptorjäger in Castrop-Rauxel. 29 Spiele hat der 20-Jährige in der abgelaufenen Saison 2021/22 absolviert, ganze 33 Mal hat er in dieser Zeit eingenetzt und steht damit auf Platz eins der Stadt. „Klar habe ich das mitbekommen", sagt der 20-Jährige. „das bedeutet mir sehr viel. Das ist Prestige für mich und für die Mannschaft."
Für Schneider ist es aber noch mehr als Prestige. Es ist ein eingelöstes Versprechen. „Ich habe meinem Opa am Sterbebett versprochen, dass ich der beste Torschütze in Castrop oder einer der besten Spieler in Castrop werde", erklärt Schneider. Sein Großvater sei selbst ein „guter Spieler" gewesen, habe ihn stets motiviert und ihm immer wieder Tipps gegeben. Der diesjährige Erfolg sei für Scheider demnach „etwas sehr Besonderes" gewesen.
Und trotz diesen Erfolges hat der junge Stürmer nicht vor, in naher Zukunft höher anzugreifen. „Ich bleibe definitiv", verspricht Schneider, „das Team ist sagenhaft, der ganze Verein macht einfach Spaß." Er wolle sich als Stürmer selbst nicht zu wichtig nehmen sondern „fürs Team arbeiten." Nur mit Hilfe seiner Teamkollegen habe er so viele Tore erzielen können.
VfB Habinghorst: Luce Schneider bleibt trotz Abgang seines Sturmpartners
Besonders wichtig war Sturmpartner Ilias Homann. Auch er kam auf 29 Tore und ist damit der zweiterfolgreichste Stürmer. „Seine Schnelligkeit und meine Spielstärke, das war schon sehr gut", resümiert Schneider, der in der kommenden Saison auf seinen kongenialen Partner wird verzichten müssen. Homann zieht es in die Bezirksliga 9, zum diesjährigen Tabellendritten Spvg Schwerin. „Das zu kompensieren wird schwer, aber ich wünsche ihm alles Gute für diesen Schritt", betont Schneider.
Er jedoch bleibt und will mit dem VfB „oben angreifen. Die Qualität für den Aufstieg ist da, auch mit dem neuen Trainerteam (Patrick Stich/ Yannick Grondin, Anm. d. Red.) wird es gut", ist sich Schneider sicher. Marc Olschewski, bis zuletzt Trainer des VfB Habinghorst, findet ausschließlich lobende Worte über den Offensivmann: „Luce hat immer alles gegeben, die Tore hat er sich oft selbst erarbeitet." Auch „als Mensch ein einwandfreier Charakter, der immer ehrlich und korrekt ist."
Und sportlich? Da sei Schneider „einer der besten Stürmer, die ich betreuen durfte", lobt Olschewski. Schneider selbst sieht seine Stärken in der „Beidfüßigkeit, Kopfballspiel, Übersicht und einfach der Torriecher." Da kann auch der Rasen des VfB, der sich oft in keinem guten Zustand befindet, nichts an der Qualität des Habinghorster Stürmers ändern. „Als Kind habe ich auf noch schlimmeren Plätzen gespielt, da bin ich also schon Schlimmeres gewohnt", sagt Schneider.
Trotzdem muss auch er zugeben: „Der Platz ist schon Katastrophe. Mit Ballannahmen ist es nicht immer einfach, das muss man dann mit Konzentration kompensieren." Bisher klappe das meistens ganz gut, erklärt Schneider schmunzelnd. 33 Saisontore sprechen auf jeden Fall dafür.
Gebürtig aus Unna, aber schon sein Leben lang in Dortmund zuhause. Liebt sämtliche Ballsportarten, besonders Fuß- und Handball. Wollte schon lange Sportjournalist werden. 2021 mit einem Praktikum angefangen und seitdem Freier Mitarbeiter in der Sportredaktion.