Das Gebäude Borkener Straße 5 soll nach dem Willen von Bernhard Bölker kurzfristig abgerissen werden.

Das Gebäude Borkener Straße 5 sowie ein weiteres will Bernhard Bölker kurzfristig abreißen lassen. © Berthold Fehmer, CDU

Bernhard Bölker setzt Abriss von zwei Gebäuden im Ortskern durch

rnRahmenplan

Ein „sichtbares Zeichen“ will Bernhard Bölker (CDU) im Raesfelder Ortskern setzen. Zwei Gebäude sollen zeitnah im Zuge der Umsetzung des Rahmenplans abgerissen werden.

Raesfeld

, 17.09.2022, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Rat ging es um den endgültigen Beschluss des Rahmenplans für die Ortsmitte Raesfeld. Nachträgliche Änderungswünsche habe es seit der Vorstellung des Entwurfs im Planungsausschuss seitens der Politik nicht gegeben, so Bürgermeister Martin Tesing.

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Henry Tünte (Grüne) sprach sich dafür aus, in den Plan einen Satz aufzunehmen. „Die Überkapazität an Parkplätzen in den Griff zu bekommen, wäre uns schon wichtig.“ Man soll „mehr Raum für Nicht-Autofahrer schaffen.“

„Wir möchten ein sichtbares Zeichen setzen“

Tatsächlich könnte es aber bald einen provisorischen Parkplatz für bis zu 24 Fahrzeuge geben. Denn Bernhard Bölker forderte für die CDU den Abriss der Gebäude Borkener Straße 5 und Kolpingstraße 3. „Wir möchten ein sichtbares Zeichen setzen“, sagte Bölker.

Helmut Hellenkamp (SPD) fragte angesichts von steigenden Flüchtlingszahlen nach, ob die Gebäude wirklich schon so marode seien. „Die sind wirklich mehr als marode“, sagte Tesing. Henry Tünte nannte die Gebäude „ortsbildprägend“ und warnte vor einem Abriss, „ohne zu wissen, was dahin kommt“. Vorgesehen sei dort „im Moment ein Parkplatz“, so Tesing mit Verweis auf den Rahmenplan. Tünte: „Wir sind nicht dafür, dass da ein Parkplatz hinkommt. Da würde für lange Zeit eine offene Wunde klaffen.“

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Karl-Heinz Tünte (CDU) berichtete, dass es Erwägungen gebe, den Abriss des ehemaligen Niewerther Hofs, wo das neue Pfarrheim entstehen soll, mit den geplanten Abrissen der Gebäude „unter einen Hut“ zu bekommen. „Das wird kostengünstiger unter Umständen.“ Bernd Roters vom Bauamt bestätigte Gespräche mit der Kirchengemeinde zum Thema und fügte hinzu, dass beim Niewerther Hof noch die Frage nicht beantwortet sei, „ob der Keller gänzlich abgebrochen werden muss oder nicht“. Das sei womöglich mit hohen Kosten verbunden.

„Am Tropf der Kirchengemeinde“

„Wir hängen da tatsächlich am Tropf der Kirchengemeinde“, sagte Christoph Stephan (FDP) zum geplanten Bau des Pfarrheims, das laut Vertrag der Gemeinde mit der Kirchengemeinde auch als Veranstaltungssaal genutzt werden soll. Derzeit gehe man davon aus, dass die Kirchengemeinde das Pfarrheim baue, sagte Tesing. „Wir gehen davon aus, dass das so umgesetzt wird.“

Der Rahmenplan wurde ebenso wie der von der CDU gefordert kurzfristige Abriss der beiden Gebäude vom Rat beschlossen.

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