Heilungsmethoden: Kinderklinik mit Hunden und Kaninchen
Seit einem halben Jahr setzt die Dortmunder Kinderklinik auf eine Tier-Therapeutin mit zwei Hunden und zwei Kaninchen, um die Heilung kranker Kinder zu unterstützen. Die Ruhrgebiets-Klinik sei damit das erste Krankenhaus für körperliche Leiden, das Tiere zulässt, sagt Klinikdirektor Prof. Dominik Schneider. Psychiatrische Kliniken setzen Tiere schon länger zur Förderung des Heilungsprozesses ein.

Die 43-jährige Tiertherapeutin Bianca Terhürne bringt ihre Pudel zur Therapie. Foto: Ina Fassbender
„Unser Anreiz war, den Kindern hier schöne Momente zu schenken“, sagte Schneider. Das Konzept ähnelt dem der Klinik-Clowns, die über positive Emotionen kranken Kindern ihren Alltag erleichtern und damit die Heilung fördern wollen. Gerade bei verhaltensauffälligen Kindern öffne die Tier-Therapie bislang verschlossene Türen. Die entspannende Wirkung der Vierbeiner auf die Patienten sei sofort spürbar.
Die zwei Pudel und die beiden Kaninchen, die einmal die Woche die Kinder besuchen, werden besonders auf ihren Einsatz vorbereitet. Neben den normalen Impfungen und Entwurmungen müssen sie halbjährlich auf multiresistente Keime überprüft werden, um die meist immungeschwächten Patienten nicht zu gefährden.
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