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Unfallkommission: Alter Postweg in Kirchhellen ist eine Gefahrenstelle
Verkehr
Kürzlich hat die Verkehrsunfallkommission den Jahresbericht zu den Unfallschwerpunkten in Bottrop und Kirchhellen veröffentlicht. Vor allem der Alte Postweg in Kirchhellen fällt dabei auf.
Der Fokus der Unfallkommission liegt auf Straßen, Kreuzungen und Verkehrssituationen, die durch die zuständige Verkehrsdirektion der Polizei Recklinghausen statistisch erfasst und an das Straßenverkehrsamt Bottrop gemeldet wurden.
Dabei sind nicht nur die Unfallart- oder Verkehrsart ausschlaggebend, sondern auch die Schwere der Verletzungen der beteiligten Personen. Durch die statistische Erfassung der Unfalldaten können Unfallhäufungsstellen erkannt und Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beschlossen werden.
Schnelle Sicherung notwendig
„Glücklicherweise sind in diesem Jahr keine besonderen Ausreißer, was die Häufigkeit der Unfälle im Stadtgebiet angeht, zu verzeichnen“, kommentiert Dino Rühlemann, Abteilungsleiter des Straßenverkehrsamtes Bottrop, den Jahresbericht. „Allerdings gibt es einen besonders tragischen Fall im vergangenen Jahr: nämlich einen tödlicher Motorradunfall auf dem Alten Postweg. Um die Stelle besser abzusichern, wurde sofort die Höchstgeschwindigkeit heruntergesetzt.“ Und zwar von 70 auf 50 km/h auf einem Abschnitt in Richtung Oberhausen.
Alle drei Jahre überprüft die Bezirksregierung die Unfalldaten im Hinblick auf Sonderuntersuchungsstellen im Stadtgebiet. Statistisch ausgewertet werden vermehrte Baumunfälle, Motorradunfälle oder Kurvenunfälle mit bestimmten Abständen zueinander.

Das Tempolimit von 50 km/h an der Kreuzung Kirchhellener Straße/Am Limberg in Bottrop hätte sich das Straßenverkehrsamt schon früher gewünscht. Bisher ist die Maßnahme lediglich beschlossen, aber noch nicht umgesetzt. © Aileen Kurkowiak
Im Stadtgebiet Bottrop ergab sich eine „Sonderuntersuchungsstelle Motorrad“ auf der L 621 (Alter Postweg). Der Jahresbericht weist demnach auch nur eine einzige Gefahrenstelle in Kirchhellen auf – den Alten Postweg. Auf der Straße zwischen der Grafenmühle in Richtung Oberhausen kam es zu dem tragischen Unfall. „Die Entscheidung der Kommission, dass die Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich auf 50 km/h reduziert werden muss, ist bindend und wurde entsprechend zügig von Straßen-NRW umgesetzt“, betont Dino Rühlemann.
Bottrop weist deutlich mehr Gefahrenstellen vor
Auch im Bereich der L 631 in Bottrop an der Kreuzung Kirchhellener Straße/Am Limberg kam es zu etlichen Verkehrsunfällen. Hier konnte allerdings keine eindeutige Ursache erkannt werden, da alle Unfälle verschiedene Verläufe genommen hätten und vermehrt das Fehlverhalten der Verkehrsteilnehmer ursächlich gewesen sei. Trotz der bereits beschlossenen Temporeduzierung auf der Kirchhellener Straße von 70 beziehungsweise 60 auf 50 km/h im Rahmen des Lärmaktionsplans werde diese Unfallhäufungsstelle weiterhin durch die Kommission beobachtet.
„Wir hätten uns gewünscht, dass diese Beschränkung schon in der ersten Jahreshälfte umgesetzt wird und gehen jetzt aber davon aus, dass die Temporeduzierung in Richtung Stadtkern bis zum Ende des Jahres realisiert wird“, erklärt Dino Rühlemann.
Die Mitglieder der Unfallkommission sprachen in der Jahressitzung auch über die Radfahrunfälle im gesamten Stadtgebiet. Die zuständige Polizeidirektion konnte hier keinen akuten Handlungsbedarf der Kommission aufgrund der Unfallhergänge feststellen.
In Marl lebend und Kirchhellen liebend, bin ich als Redakteurin und Reporterin ständig unterwegs. Täglich tauche ich in die bunte Welt Kirchhellens ein und berichte über das, was die Menschen bewegt.
