Auf diesen Weg im Grävingholzwald fiel die Buche. Nur wenige Sekunden zuvor radelten Arik (Foto) und sein Kumpel Nicolas an dieser Stelle durch den Wald. © Julian Strotmann
Lebensgefahr
Riesiger Baum stürzt im Grävingholz zwischen zwei radelnde Kinder
Eine ausgewachsene Buche hat im Grävingholz in Dortmund beinahe zwei Kinder erschlagen. Sie waren auf ihren Fahrrädern unterwegs, als der Baum ohne Vorwarnung umstürzte.
Schock für vier Radfahrer aus Brechten: Als Julian Strotmann, sein sechsjähriger Sohn Arik sowie dessen Freund Nicolas und sein Vater am Dienstag (21.4.) gegen 16.30 Uhr durch den Grävingholzwald radelten, fiel plötzlich eine ausgewachsene Buche zwischen die beiden Kinder. Sie seien in einem Abstand von geschätzt sechs Metern zueinander gefahren.
„Wir hörten ein Knacken und Knirschen“
Julian Strotmann: „Wir hörten ein Knacken und Knirschen und nach zwei oder drei Sekunden lag der Baum auf dem Weg.“ Strotmann sei natürlich sofort über den Stamm gesprungen und habe nach seinem Sohn geschaut, der vorneweg geradelt war. Er hat geweint und hatte sichtlich einen Schock.“
Ansonsten sei es ihm aber gut gegangen. „Gott sei Dank ist er nicht auf die Idee gekommen, mit seinem Fahrrad zu bremsen, als er die Geräusche hörte. Andernfalls hätte das ganz übel ausgehen können. Da bestand Lebensgefahr.“ Auch Nicolas, der vor dem umstürzenden Baum zum Stehen gekommen war, sei nichts passiert.
Dieser Kartenausschnitt zeigt, wo im Grävingholzwald der Baum umgestürzt ist. © Julian Srotmann
Julian Strotmann fragt sich, wie so etwas passieren kann. Die Forstbetriebe müssten doch nach solchen Bäumen Ausschau halten und sie sofort fällen, sollten sie keinen gesunden Eindruck machen. Zumindest an den Wegen.
Seiner Ansicht nach stehen im Grävingholzwald viele Bäume, die in den Kronen trocken wirken. Gerade jetzt in der Zeit der Kontakt-Einschränkungen und des Lebens in den eigenen vier Wänden seien solche Naherholungsgebiete wichtig für die Menschen.
„Betreten auf eigene Gefahr“
Die Stadt äußert sich via Stadtsprecher Maximilian Löchter nun so: „Das Grävingholz wird ordnungsgemäß und nachhaltig forstlich bewirtschaftet. Dazu gehört auch, dass bei Kontrollen festgestellte Gefahrenquellen zeitnah beseitigt werden.“
Das Betreten des Waldes, und damit auch das Betreten des Grävingholzes, sei aber immer mit waldtypischen Gefahren verbunden. Dazu zählten zum Beispiel plötzlich abbrechende Äste oder umstürzende Bäume. Aus diesem Grund werde durch den Paragraphen 2 des Landesforstgesetzes ausdrücklich geregelt, dass das Betreten des Waldes insbesondere im Hinblick auf natur- und waldtypische Gefahren auf eigene Gefahr erfolgt.
Jeder Waldbesucher sollte sich daher im Wald besonders umsichtig verhalten und sich auf waldtypische Gefahren einstellen. Das gelte besonders bei Sturm, Regen, Schnee, hohen Temperaturen oder anderen Extremwetterlagen.
Windböen haben Baum wohl umstürzen lassen
Bei dem umgestürzten Baum handelte es sich laut Stadt um einen völlig gesunden Baum. Die Buche sei wahrscheinlich wegen der starken Winböen an den Tagen zuvor umgestürzt.
Arik und Nicolas haben den Vorfall trotz Schock gut überstanden. Vielleicht hat dazu ja auch das Eis beigetragen, das ihre Väter ihnen anschließend spendiert haben.
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