
© Jürgen Weitzel
Grillen und tätowieren in Bork für die Opfer der Hochwasserkatastrophe
Haus Dahl
Am Haus Dahl in Bork war am Sonntag eine Menge los: Für die Opfer der Hochwasserkatastrophe gab es dort Gegrilltes, Kuchen - und Tattoos.
Mit Würstchen und Tattoos Spenden für die Opfer der Hochwasser-Katastrophe sammeln: Das war das Ziel einer besonderen Aktion am Sonntag am historischen Haus Dahl. Die Tätowiererin Rebecca Kneubühler und ihr Team haben circa 40 Tattoos gestochen - alle bis zu einer Größe von zehn Zentimetern. Zusätzlich dazu gab es Gegrilltes, Kuchen „und gute Stimmung“, wie Roland Kneubühler erklärte, der zusammen mit Niko Heiligenpahl für das Catering zuständig war - zusammen haben die beiden gerade das Unternehmen „Swiss Syle Barbecue“ aufgebaut.
Die Familie Kneubühler lebt seit drei Jahren im historischen Haus Dahl in Bork. Von 10 bis 22 Uhr war am Sonntag dort gut etwas los.

Roland Kneubühler (v.l.) und Rebecca Kneubühler und Niko Heiligenpahl kümmerten sich um den Grill. © Jürgen Weitzel
Die Einnahmen der Aktion gehen an einen Pferdehof in Swisttal. „Da war unser Nico auch mit dem DRK zum Helfen“, erklärt Roland Kneubühler im Gespräch mit der Redaktion. Swisttal ist eine Gemeinde im Rhein-Seig-Kreis im Süden von Nordrhein-Westfalen, die - wie so viele in der vergangenen Woche - schwer getroffen wurde von Starkregen und Hochwasser. Viele Menschen dort haben durch das Wasser ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren, Straßen sind zerstört, Schuttberge häufen sich auch mehr als eine Woche nach dem großen Regen immer noch an vielen Straßenrändern.

Roland Kneubühler (v.l.) und Rebecca Kneubühler und Niko Heiligenpahl kümmerten sich um den Grill. © Jürgen Weitzel
„Viele Menschen und Tiere sind an den Folgen der Flut und des Hochwassers gestorben, wurden verletzt, sind vermisst und haben alles verloren“, hieß es vom Tätowier-Team Aeternum Ink um Rebecca Kneubühler deshalb im Facebook-Post, in dem für die Aktion am Haus Dahl geworben wurde. Mit bis zu 2000 Euro Spendeneinnahmen rechneten die Verantwortlichen.
Freier Fotograf. Mag den Umgang mit der Spiegelreflex - auch bei schwierigen Lichtverhältnissen.

Ich mag Geschichten. Lieber als die historischen und fiktionalen sind mir dabei noch die aktuellen und echten. Deshalb bin ich seit 2009 im Lokaljournalismus zu Hause.
