
Der "Cube" (deutsch: Würfel) steht seit einigen Tagen am Haus Katharina in Sichtweite der Alten Fahrt, Grundschule und St.-Vitus-Stift. Dauerhaft soll das Kunstwerk dort aber nicht stehen. © Jessica Hauck
Stahlwürfel an der Alten Fahrt Olfen soll „Lust auf Diskussion“ machen
Kunstwerk
Die Stadt Olfen überlegt, riesige Kunstwerke aus Holz und Stahl zu kaufen. Während die Entscheidungsfindung noch läuft, steht die erste Skulptur nun in der Innenstadt - als Diskussionsanstoß.
Der Künstler Ludwig Maria Vongries ist regional bekannt für großformatige Skulpturen. Aus Stahl und Holz gebaut stehen sie wie Monumente in der Landschaft. Die Stadt Olfen will eines seiner Kunstwerke kaufen und würde sechs weitere geliehen bekommen. Eine Arbeitsgruppe soll entscheiden, welche Skulptur nach Olfen kommt, wo und wie lange die anderen stehen sollen. Eines seiner Kunstwerke hat in der Innenstadt derweil schon einen Platz gefunden - zumindest vorübergehend.
Cube lagerte am Bauhof
Schon seit dem Frühjahr hatte die Stadt eine Skulptur von Vongries auf dem Bauhof gelagert. Der „Cube“ (auf deutsch: Würfel) steht seit einigen Tagen auf der Wiese zwischen Haus Katharina und St.-Vitus-Stift, von der Alten Fahrt aus sichtbar. Ein großer stählerner Würfel, durch den sich zwei dicke, halbe Baumstämme bohren. Der untere Baumstamm ist wie eine Sitzbank angebracht.
Doch das Kunstwerk wird dort nicht auf Dauer stehen, erklärt die Stadtverwaltung auf Anfrage. Der Cube ist eine Leihgabe des Künstlers und „soll Lust auf die Diskussion machen“, sagt Sprecherin Sarah Misch.

Die Skulptur ist eine Leihgabe des Künstlers Ludwig Maria Vongries. Vorübergehend steht sie auf einer Wiese am Haus Katharina. © Jessica Hauck
Über die Auswahl und Aufstellung der Kunstwerke soll eine Arbeitsgruppe aus Bürgermeister Wilhelm Sendermann, der Vorsitzenden des Ausschusses, Gudrun Schlaphorst, einem Ausschuss-Mitglied und einem Vertreter des Kunst- und Kulturvereins Olfen und der Gesamtschule entscheiden. Das hatte der Kulturausschuss Anfang September beschlossen. Je nach Modell kostet ein Kunstwerk zwischen 7.000 und 30.000 Euro.
Seit rund zehn Jahren im Lokaljournalismus zu Hause – erst am Niederrhein, dann im Ruhrgebiet und Münsterland. Beschäftigt sich am liebsten mit menschlichen und lokalpolitischen Geschichten.
