4-Jähriger verletzt sich mit Rasierklinge auf Spielplatz

Im Sand versteckt

Erst schneidet er sich an einer Rasierklinge, danach schluckt ein 4-jähriger Junge auf einem Spielplatz in Münster eine Tablette. Beides findet er auf dem Spielgelände. Die Polizei hat den Spielplatz vorsorglich abgesperrt. Die Aufregung in Münster und im Netz ist groß.

Münster

, 19.04.2015, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Polizei Münster mitteilt, hatte sich der Junge am Samstagmorgen beim Spielen im Südpark mit Stücken einer durchgebrochenen Rasierklinge, die im Sand lagen, den Arm verletzt. Während sich die Mutter um ihn kümmerte, sei der Junge zusammengesackt. Das Kind gab an, ein "weißes Bonbon" auf der Rutsche gefunden zu haben, das es sich unbemerkt von in den Mund gesteckt hatte. 

Einzelfall oder noch mehr Rasierklingen?

Die Polizei hat den Spielplatz abgesperrt und wird ihn frühestens am Montag wieder freigeben. "Wir dachten erst, dass es eine Bombendrohung ist", sagt eine Mutter vor Ort. In einer Gruppe bei Facebook wird derweil über den Fall diskutiert. Eine Frau, die angibt, die Mutter des Jungen zu sein, schreibt ihre Bekannte hätte noch mehr Rasierklingen auf dem Spielplatz gefunden und diese entsorgt.

 

 

Martin Schulte von der Polizei Münster warnt vor verfrühten Spekulationen. "Wir gehen nicht davon aus, dass es Absicht war", sagt er. Zudem handele es sich bislang um einen Einzelfall. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung. "Dem Kind geht es wieder gut", sagt der Polizeisprecher. Der Junge war vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden und wurde am Sonntag wieder entlassen. "Ihm geht es wieder gut“, bestätigte auch die Mutter am Sonntag.

Die Polizei rückte am Sonntagnachmittag noch einmal aus. Denn die Mutter des Jungen, hatte an einer andere Stelle des Parkes zehn bunte Kapseln gefunden. Ob zwischen der weißen mutmaßlichen Tablette, die der Junge geschluckt hat und dem erneuten Fund ein Zusammenhang besteht, ist aber unklar. Die Polizei prüft dies noch.

Bei dem Spielplatz handelt es sich um einen der beliebtesten Münsters. Bei schönstem Sonnenschein spielen hier normalerweise Dutzende Kinder im Sand, klettern auf den Gerüsten oder rutschen. Das Flatterband der Polizei sperrt den Spielplatz jetzt großflächig ab. Auf einem Plakat schreibt die Polizei, dass der Spielplatz bis auf weiteres gesperrt ist, da gefährliche Gegenstände im Sand gefunden wurden. Immer wieder kamen am Sonntag Eltern mit ihren Kindern zu dem Spielplatz und standen ungläubig vor dem Flatterband. "Wir dachten erst, dass es eine Bombendrohung ist", sagt eine Mutter. 

 

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