Rekordverdächtig: Dortmunder Klub macht 19 Verlängerungen innerhalb eines Tages klar

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Rekordverdächtig: Dortmunder Klub macht 19 Verlängerungen innerhalb eines Tages klar

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Der Spielerrat setzte ein Zeichen. Weitere Zusagen gerieten zur Frage von Minuten. Das Resultat: Ein ambitionierter Dortmunder Kreisligist hat Planungssicherheit.

Dortmund

, 06.01.2021, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele persönliche Treffen sind aktuell nicht möglich - bedingt durch die Coronavirus-Pandemie. Ein Dortmunder Kreisligist hat es trotzdem geschafft mit 19 Spielern zu verlängern - in rekordverdächtiger Zeit.

Michael Otto, Sportlicher Leiter, des Zweiten der Gruppe A1 Eintracht Dorstfeld, gab stolz bekannt: „Innerhalb eines Tages ist es uns gelungen, 19 Zusagen für die nächste Saison zu bekommen.“ Und das sei umso bemerkenswerter, weil die Gespräche nicht von Auge zu Auge möglich waren. „Über digitale Medien haben wir kommuniziert und alles klargemacht“, erklärte Otto. Dieser Weg war für ihn übrigens ein Heimspiel, da er für einen Telekommunikationsdienstleister arbeitet.

Spieler kennen den Trainer nicht und sagen trotzdem zu

Werbung machte er dann aber nicht für seinen Arbeitgeber, sondern für das Dorstfelder Team: „Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere Mannschaft, die mir in kürzester Zeit - die ersten Spieler bereits nach fünf Minuten - ihre Zusage für die kommende Saison gegeben hat. Hier spielte es auch gar keine Rolle, dass wir mit Dirk Waschik einen neuen Trainer installiert haben, den die Mannschaft aufgrund der Pandemie noch gar nicht kennengelernt hat.“

Otto hebt hervor: „Gerade unser Spielerrat, bestehend aus Dustin Nehm, Hugo und Daniel Otto, ging voran und legte mit seinem Bekenntnis zum Verein vor.“

Der Sportliche Leiter spricht dann über das spezielle Klima. „Wir haben es geschafft, eine Verbundenheit mit dem Klub zu erzeugen, die ihresgleichen sucht. Sie gab auch den Ausschlag, dass sich so viele Spieler für uns entschieden haben.“

Nur punktuelle Verstärkungen

Ottos Sohn Daniel, Dustin und Marvin Nehm, Lukas Heyda, Matieu Senftleben, Fabian Höfer, Patrick Klein, Marcel Potthoff, Ricardo Pinto-Lopez, André Sarach, Diogo Ventura, Hugo Miguel Silva Campos, Jamal Almatora, Vinicius Domingues Pasquantonio, Thom Minich, Octavio Astrath Leite, Vinicius Veiga und Tim Marquardt bleiben dem Verein erhalten. Dazu stößt ab sofort Torwart Niklas Holle von Alemannia Scharnhorst, der sich gleich dazu inspirieren ließ, für eineinhalb Jahre zuzusagen.

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Selbst wenn irgendwann persönliche Gespräche möglich sein sollten, bleibt Michael Otto nun also viel Zeit für seinen Enkel Henri, denn: „Wir werden uns zur neuen Saison nur punktuell verstärken. Denn wir haben eine starke Mannschaft, der wir vertrauen.“ Der Sportliche Leiter war fleißig, das Team funktioniert. Die Eintracht ist bereit – für welche Liga auch immer. Momentan ist sie Zweiter. Ein Aufstieg ist also keine Utopie.

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