SV Dorsten-Hardt, Training

© Armin Dille

SV Hardt holt einen Spieler mit Schalker und Halterner Vergangenheit

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Tempo und Schnellebigkeit der sozialen Medien sind oft alles andere als ein Segen. Das musste der SV Dorsten-Hardt jetzt bei der Verpflichtung eines prominenten Neuzugangs erfahren.

Hardt, Haltern

, 29.03.2021, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf seiner Facebook-Seite kündigte der Landesligist seit Sonntagabend die Verpflichtung eines 20-Jährigen an, der schon für den VfB Hüls, Schalke 04, den TuS Haltern und den FC Augsburg gespielt habe. Mithilfe dieser Stationen ließ sich der Name des Spielers recht schnell herausfinden.

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Es handelt sich um Yannick Kayma, der in der Jugend für seinen Stammverein VfB Hüls (2005 - 2010), FC Schalke 04 (2010 - 2016), FC Augsburg (2016 - 2017), wieder Schalke (2017 - 2018), den TuS Haltern (2018 - 2019) und schließlich wieder den VfB Hüls (2019 - 2020) am Ball war.

In der aktuellen Saison gehörte Kayma zum Bezirksliga-Kader seines Heimatvereins. „Es gab dann über persönliche Kontakte erste Gespräche, und am vergangenen Sonntag hat Yannick uns seine Zusage gegeben“, berichtete der Sportliche Leiter des SV Dorsten-Hardt Jürgen Gertz am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Am Montag wolle Kayma den VfB Hüls informieren, am Mittwoch soll er dann auf der Hardt offiziell vorgestellt werden. Von der Facebook-Veröffentlichung wurde Jürgen Gertz dabei ein wenig überrascht. Doch das ist das kleinere Problem.

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Schwerer wiegt die Aussage von Carsten Schwarma, dem stellvertretenden Abteilungsleiter des VfB Hüls. Denn der stellt klipp und klar fest: „Yannick Kayma hat unserem Trainer und unserem Vorsitzenden eine definitive Zusage für die kommende Spielzeit gegeben.“

Carsten Schwarma reagierte verärgert

Entsprechend verärgert reagierte Schwarma am Montag auf die Neuigkeiten aus Dorsten: „Wenn das wirklich wahr ist, dann sollte sich auch ein junger Spieler wie Yannick mal Gedanken machen, was ein gegebenes Wort bedeutet. Ein Wort ist ein Wort, das habe ich zumindest noch so gelernt, und zwar egal ob in Familie, Beruf oder Verein.“

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Jürgen Gertz wollte sich nach dem Gespräch mit unserer Redaktion umgehend mit dem VfB Hüls in Verbindung setzen. Das dürfte Carsten Schwarmas Ärger allerdings kaum mindern: „Selbst wenn Yannick Kayma uns am Montag informieren wollte, besitzt das Ganze weiter einen faden Beigeschmack, denn wir hatten sein Wort. Er hätte uns informieren sollen, als er die Gespräche mit dem SV Hardt begonnen hat. Dann hätten wir ihm sicher keine Steine in den Weg gelegt. Aber so ist die Art und Weise nicht okay, zumal seine ganze Familie auch noch eng mit dem VfB verwurzelt ist.“