
Zwei Akteure, die sich in der Regionalliga mächtig strecken werden: Für Recklinghausens Obi Okafor (l.) und Wulfen Michael Haucke (r.) beginnt der Kampf um einen Play-off-Platz. © Joachim Lücke
Drei Teams, ein Ziel - eine spannende Erstregionalliga-Saison beginnt
Basketball
Start frei für die neue Saison in der 1. Regionalliga. Der BSV Wulfen startet mit einem Heimspiel. Citybasket Recklinghausen und die Hertener Löwen sind auswärts gefordert.
Die Vorbereitung ist Geschichte, in der Regionalliga West geht es wieder in die Vollen. Wir blicken auf die drei Teams aus dem Vest. Wie haben sich die Kader verändert? Was sind die Ziele? Und welche Herausforderung wartet zum Saisonstart?
BSV Wulfen
Das Personal: „Wir waren jung, und wir sind noch einmal jünger geworden“, beschreibt Trainer Gary Johnson das neuformierte Team. Wulfen hat mit Manuel Bojang, Lyuben Paskov, Matej Silic, Alexander Winck und Willi Köhler eine ganze Reihe von Leistungsträgern verloren. Für sie kamen teils sehr junge Spieler, die sicher noch Zeit brauchen.
In der Vorbereitung zeigte aber Neuzugang Gabriel Jung, dass er die Aufbau-Lücke schließen kann. Gary Johnson hob zudem Tarik Jakupovic, Nils Strubich und Felix Landwehr hervor, an denen er bislang sehr viel Freude habe.
Das Ziel: Eine Wiederholung der Vizemeisterschaft oder des Pokalsiegs? Gary Johnson ist da bewusst vorsichtig: „Wir sollten uns nicht daran orientieren. Das Team hat sich sehr verändert, unser Basketball hat sich verändert.“ Das Zusammenwachsen werde noch Zeit brauchen. Aber ein Play-off-Platz soll es natürlich sein, da ist Johnson selbstbewusst genug: „Ich mag unser Team ...“
Der Auftakt: Mit der BG Aachen empfangen die Wulfener am Samstag (24. September) um 20 Uhr einen der drei Aufsteiger. Als Nachrücker aus der 2. Regionalliga 1 – Meister TG Düsseldorf verzichtete – werden die Aachener als einer der Abstiegskandidaten gehandelt. Doch Gary Johnson warnt: „Wir waren auch mal Aufsteiger und haben um jedes Spiel, jeden Punkt, jeden Ball gekämpft. Das erwarte ich auch von Aachen. Deshalb: Vorsicht und bloß nicht unterschätzen!“
Citybasket Recklinghausen
Das Personal: Mit zahlreichen Zugängen und neuem Trainerteam startet Citybasket in die Saison. Dhnesch Kubendrarajah und sein Assistent Jonas Bredeck besitzen einen ausgeglichen besetzten Kader.

Dhnesch Kubendrarajah ist neuer Trainer bei Citybasket Recklinghausen. © Ronald Brendel
Zu Stammkräften wie David Ewald, Niklas Meesmann oder Lennard Kaprolat gesellen sich nun unter anderem der US-Amerikaner Obi Okafor, der Slowene Tine Kotnik oder der Ex-Hertener Cedric Perry. Interessant klingt das Kooperationsprojekt mit den Sparkassenstars Bochum. Talente wie der 2,05 Meter große Emil Grosse sollen in RE Spielpraxis bekommen.
Das Ziel: „Konkret formuliert ist es noch nicht, aber die Play-offs haben auch wir durchaus im Visier – wie viele andere Teams“, sagt Dhnesch Kubendrarajah.
Der Auftakt: Am Freitagabend (23. September, 20 Uhr, Sporthalle Am Hallo) geht es bereits los mit einem „dicken Brett“. Citybaket reist zu den ETB Miners Essen, die die „Mission Aufstieg“ offensiv ausrufen. Den US-Amerikaner Devon Peterson konnten die Miners halten, mit Dzemal Selimovic aus Grevenbroich und Milen Zahariev aus Hagen kamen zwei herausragende Akteure der vergangenen Saison.
Hertener Löwen
Das Personal: Jung und forsch – so wollten die Hertener Löwen in der vergangenen Saison für Furore sorgen. Der Plan ging nicht auf. Nun hat der Klub umgestellt und Spieler mit viel Erfahrung verpflichtet. Wie Marco Buljević, wie Dario Fiorentino, wie Faton Jetullahi. US-Import Cody Schwartz hat bisher die Erwartungen erfüllt.

Soll bei den Hertener Löwen in der neuen Saison für Schwung sorgen: US-Flügelspieler Cody Schwartz feiert in Bonn seine Regionalliga-Premiere. © Thomas Braucks
In der Offensive dürften die Löwen damit mehr Durchschlagskraft haben als in der letzten Saison, besonders aus der Distanz. Die Frage: Haben Hertens gestandene Basketballer Lust, intensiv zu verteidigen?
Das Ziel: Die Play-offs sind das erklärte Ziel des Klubs. Trainer Hüsken sagt: „Wir wollen oben mitspielen, was mit dem Kader durchaus möglich ist. Die Mannschaft hat das Zeug dazu.“
Der Auftakt: Bereits um 16.30 Uhr starten die Löwen am Samstag (24. September) bei Telekom Baskets Bonn, letzte Saison immerhin im Play-off-Halbfinale. Wie stark die Bundesliga-Reserve diesmal ist? Cedric Hüsken: „Was uns genau erwartet, wissen wir nicht. Aber wie bei jungen Teams üblich, wird Bonn aggressiv verteidigen und schnell nach vorn spielen.“
Was die Aufgabe heikel macht: Herten meldete unter der Woche einige erkrankte und angeschlagene Spieler - wie Dario Fiorentino. „Wir müssen mit unseren Kräften haushalten“, so Hüsken, „aber dennoch ans Limit gehen, wenn wir gewinnen wollen.“
Fußball-Fan, “auf Kohle” geboren, mit Herz für Bergbau-Geschichte und kleine Sportvereine, in denen vielfach Großes entsteht. Wenn nicht auf dem Platz zu finden, dann mit dem E-Bike zwischen Münsterland und Sauerland.
Sport ist für den Wulfener nicht nur ein wichtiger Bestandteil seines Arbeitslebens. Seit 1993 schreibt er als Mitarbeiter der Dorstener Zeitung über das Sportgeschehen in der Lippestadt, seit 1999 ist er als Redakteur für den Lokalsport in der Lippestadt verantwortlich. Dabei fasziniert ihn besonders die Vielfalt der Dorstener Sportszene, die von Fußball bis Tanzen und von Basketball bis Kitesurfen reicht.

Hat schon als Schüler über die Spvgg. Erkenschwick geschrieben und ist dem Sport im Vest seitdem als Beobachter eng verbunden. Was gibt es Schöneres, als über Menschen in Bewegung, mit oder ohne Ball, zu berichten? Nicht viel.