Kreis stellt Zählung der Omikron-Fälle ein: Zwei Infizierte in Haltern

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Kreis stellt Zählung der Omikron-Fälle ein: Zwei Infizierte in Haltern

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Zwei Omikron-Fälle hat der Kreis Recklinghausen in Haltern nachgewiesen. Die Coronavirus-Variante breitet sich im Kreisgebiet rasant aus. Die erste Schwelle ist bereits geknackt.

Haltern

, 05.01.2022, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit der Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron hatten die Mitarbeiter der Kreises Recklinghausen die Fälle im Kreisgebiet zunächst gezählt. Nicht vollautomatisch, sondern manuell. Das erfordert Zeit und Personal. Erst recht aufgrund der rasant steigenden Zahl der Fälle dieser Corona-Mutante. Seit dem Überschreiten der Hunderter-Schwelle hat der Kreis das Zählen daher aufgegeben.

Omikron wird die dominierende Virusvariante

Wie Sprecherin Svenja Küchmeister jetzt auf Anfrage erklärte, habe man sich von dem Erfassen der Omikron-Fälle erhofft, auch gezielter gegen die Ausbreitung vorgehen zu können. „Inzwischen aber ist klar, dass Omikron auf dem besten Weg ist, die dominierende Corona-Variante zu werden“, so Küchmeister weiter.

Zwei Fälle in Haltern bis zum 29. Dezember

Bis Mittwoch vergangener Woche (29. Dezember) einschließlich sei noch gezählt worden. Zu dem Zeitpunkt gab es in Haltern zwei nachgewiesene Omikron-Fälle, kreisweit waren es bereits 92, darunter sechs Genesene.

Dass man die Zahl 100 längst überschritten hat, davon kann der Kreis Recklinghausen ausgehen. Der Omikron-Anteil bei den Corona-Fällen wächst dramatisch. Denn nur eine Woche vor den ermittelten 92 Fällen waren am 22. Dezember im Kreisgebiet lediglich 21 Infizierte bestätigt worden, am 15. Dezember sogar nur 2.

Die Dunkelziffer ist weit größer

Die Dunkelziffer liegt dabei noch weit höher. Denn nicht jeder nachgewiesene Corona-Fall wird auch hinsichtlich der konkret vorliegenden Variante geprüft. Das gilt lediglich für fünf bis zehn Prozent aller positiven PCR-Tests. Nach Auskunft der Kreissprecherin werde dies aufgrund der ansonsten viel zu hohen Kosten und des enormen Personalbedarfs landesweit so gehandhabt.

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Liege allerdings die Gefahr einer schnellen Ansteckung wie beispielsweise in Schulen vor, könne der Kreis auch zusätzliche Untersuchungen zur Bestimmung der Virusvariante anordnen.

Weil diese Vorgehensweise landesweit vorgegeben sei, ist nach Auskunft der Kreissprecherin auch ein NRW-Vergleich möglich. Küchmeister: „Wir liegen mit unseren Omikron-Werten im Landesdurchschnitt.“

Rasanter Anstieg

  • Mittlerweile ist die Zahl der positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen im Kreis Recklinghausen auf 48.760 Fälle (Stand 5. Januar) gestiegen. Gegenüber dem Vortag entspricht das einem Abstieg um 172 Fälle.
  • Die Inzidenzwert im Kreis liegt nach Kreisangaben bei 181,6 (Vortag: 168,2). 1114 Neuinfektionen wurden demnach innerhalb der letzten sieben Tage gemeldet.
  • Die 7-Tage-Inzidenz in Haltern beträgt 190,2 (Stand 5. Januar). Einen Tag zuvor lag sie noch bei 153,3. 124 Menschen (Vortag: 113) sind aktuell infiziert, im Kreis sind es 1850.
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