Nachtleben: Es gibt viel zu tun für den „Bürgermeister der Nacht“

© Rüdiger Barz (Archivbild)

Nachtleben: Es gibt viel zu tun für den „Bürgermeister der Nacht“

rnMeinung

Dortmund hat jetzt einen Nachtbeauftragten. Na endlich, meint unser Autor. Denn der Berg an bisher nicht bearbeiteten Problemen ist riesig. Die richtigen Herausforderungen warten noch.

Dortmund

, 25.08.2021, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Chris Stemann macht’s. Der DJ und Veranstalter, als „Firestarter“ bekannt geworden, besetzt mit großer Branchenerfahrung die neu geschaffene Stelle des Nachtbeauftragten.

Der „Bürgermeister der Nacht“ kommt gerade zur richtigen Zeit. Dortmunds Nachtleben hat viel Verbesserungsbedarf.

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Das hat nicht nur mit Corona zu tun. Sondern auch damit, dass Dortmund in der Vergangenheit ein Bewusstsein für den Wert von Nachtkultur und -ökonomie gefehlt hat. Trotz vieler guter Ideen und Impulse, die in dieser Stadt immer wieder entstehen.

Sterbende Ausgehviertel und wiederkehrende Probleme

Die Zahl der Ausgehviertel, die in den vergangenen 30 Jahren verschwunden sind, ist größer als die derjenigen, die neu entstanden sind.

Es gibt Probleme, die immer wiederkehren. Ein Beispiel: Streitigkeiten über Feiern im öffentlichen Raum etwa, wie zuletzt an der Möllerbrücke oder am U-Turm. Lösungen: bisher keine.

Strategiewechsel und neuer Wert der Clubkultur

Es hat sich zuletzt etwas geändert. Weil viele Menschen erst festgestellt haben, was ihnen Ausgehkultur in ihrer Stadt bedeutet, als es gar keine mehr gab.

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Und weil der neue OB Thomas Westphal und neue Ratsmitglieder aus eigener Motivation für das Thema einen glaubhaften Strategiewechsel vollzogen haben.

Nach eineinhalb Jahren ohne Clubbetrieb sind die meisten Namen noch da. Dennoch ist längst nicht alles gut.

Es gibt viel zu tun für den Nachtbeauftragten, der den Anspruch, hat ständiger Ansprechpartner für die Clubszene zu sein. Die schwierigste Frage lautet deshalb: Wo soll er anfangen?

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