Die drei Näherinnen der Dortmunder Sackfabrik, Bettina, Gabi und Tamara (v.l.), freuen sich über die positiven Rückmeldungen. © Oliver Schaper
Coronavirus
Gesichtsmasken: Wann nimmt die Sackfabrik in Eving wieder Bestellungen an?
Die Nachricht, dass die Sackfabrik in Eving Gesichtsmasken produziert, hat hohe Wellen geschlagen. Die Mitarbeiter kommen kaum hinterher. Wie lange müssen Dortmunder nun auf eine Maske warten?
Gesichtsmasken sind gefragt wie nie. Um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen, bieten private und gewerbliche Initiativen neuerdings Mundschutze und Gesichtsmasken aus eigener Produktion an. Zu ihnen gehört auch die Dortmunder Sackfabrik Otto Sticht (DOSAFA). Nun wird das Evinger Unternehmen mit Bestellungen förmlich überrannt.
„Die Nachricht, dass wir jetzt auch Gesichtsmasken produzieren, ist eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt Mike Burgsmüller, Mitarbeiter und Gesellschafter der Dortmunder Sackfabrik an der Minister-Stein-Allee. Das Telefon stehe seit Montag nicht mehr still und die Bestellungen häufen sich. Erst in vier bis sechs Wochen könne das Unternehmen neue Bestellungen annehmen.
Das Team der Dortmunder Sackfabrik sagt Danke. © Oliver Schaper
An Materialien zur Herstellung der Masken mangele es nicht, erklärt Mike Burgsmüller. Vielmehr müsse erst die bestehende Auftragslage abgearbeitet werden: „Auch Kleinstbestellungen für Privatpersonen und Familien summieren sich in einer Stadt wie Dortmund schnell“, so Burgsmüller.
Die drei Näherinnen des Unternehmens schaffen täglich rund fünf- bis sechshundert Masken. Rechnet man diese Zahl auf vier bis sechs Wochen, ergibt das bis zu 18.000 bestellte Masken. „Wir wollen gerne allen helfen und jeden Wunsch berücksichtigen“, doch zurzeit sei es nicht möglich, weitere Bestellungen anzunehmen, bedauert Mike Burgsmüller.
Mit den Masken helfen und keinen Gewinn machen
Ob die Firma nicht weitere personelle Kapazitäten für die Masken-Herstellung schaffen könne? Burgsmüller: „Dem Gedanken, Gesichtsmasken zu produzieren, lag einerseits zu Grunde, unsere Näherinnen, bedingt durch die Corona-Krise, nicht in die Kurzarbeit schicken zu müssen.“ Dies habe dank der zahlreichen Bestellungen vermieden werden können, worüber das Unternehmen froh sei.
Anderseits hätte die Dortmunder Sackfabrik mit den Gesichtsmasken nie Gewinn machen wollen: „Wir wollen helfen und darum bieten wir die Masken auch zum Selbstkostenpreis von 1,60 Euro an“, so Burgsmüller. Außerdem laufe das reguläre Geschäft unter den Bedingungen der Corona-Krise weiter.
Mike Burgsmüller ist stolz auf seine Stadt: „Die Dortmunder verhalten sich vorbildlich.“ © Oliver Schaper
Mike Burgsmüller sei stolz auf seine Stadt: „Die Dortmunder verhalten sich vorbildlich.“ Auch diejenigen, deren Bestellungen aktuell nicht angenommen werden können, reagieren mit Verständnis, wie Burgsmüller berichtet.
Besonders freue ihn, welche positive Rückmeldungen die Näherinnen in diesen Tagen erfahren. „Kunden bringen unseren Näherinnen Blumen oder Sekt; manche geben ihnen sogar ein Trinkgeld. Hierfür darf ich mich im Namen unserer Näherinnen herzlich bedanken.“
Vielen Dank für Ihr Interesse an einem Artikel unseres Premium-Angebots. Bitte registrieren Sie sich kurz kostenfrei, um ihn vollständig lesen zu können.
Jetzt kostenfrei registrieren
Einfach Zugang freischalten und weiterlesen
Werden auch Sie RN+ Mitglied!
Entdecken Sie jetzt das Abo, das zu Ihnen passt. Jederzeit kündbar. Inklusive Newsletter.
Bitte bestätigen Sie Ihre Registrierung
Bitte bestätigen Sie Ihre Registrierung durch Klick auf den Link in der E-Mail, um weiterlesen zu können.
Prüfen Sie ggf. auch Ihren Spam-Ordner.
Einfach Zugang freischalten und weiterlesen
Werden auch Sie RN+ Mitglied!
Entdecken Sie jetzt das Abo, das zu Ihnen passt. Jederzeit kündbar. Inklusive Newsletter.