Warum der BVB wegen der Verletzung von Mateu Morey jetzt handeln sollte

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Warum der BVB wegen der Verletzung von Mateu Morey jetzt handeln sollte

rnBorussia Dortmund

Die schwere Knieverletzung mit langer Ausfallzeit von BVB-Außenverteidiger Mateu Morey treffen den Spieler, aber auch Borussia Dortmund. Es besteht Handlungsbedarf.

Dortmund

, 03.05.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch aus dem Kabinentrakt hallten die schmerzerfüllten Schreie von Mateu Morey (21) bis auf den Rasen. Die schwere Knieverletzung des rechten Verteidigers, dem umgehend Unterstützung und Beistand aus allen Richtungen zugesagt wurde, trübte nicht nur die sonst angezeigte Dortmunder Freude über den Einzug ins DFB-Pokalfinale. Sofern die ersten Prognosen über den kapitalen Schaden im Knie und eine monatelange Ausfallzeit nicht fehlgreifen, fehlt dem BVB auch ein wichtiger Baustein im Kader der nächsten Saison.


Der BVB hat sieben Außenverteidiger – nur einer erfüllt die Ansprüche

Sieben Außenverteidiger führt die Borussia im Ensemble, mit einem kritischen Blick besticht die Auswahl mehr durch Masse als Klasse. Ohne Morey, der sich durch eine persönliche Leistungssteigerung seit Januar viele Spielminuten verdient hatte, bleiben nur noch sechs Kandidaten. Lukasz Piszczek, der hinten rechts aktuell den Vorzug genießt, hat unumstößlich sein Karriereende und den Umzug zurück in die Heimat für diesen Sommer geplant. „Ich habe konkrete Pläne in Polen und diese Pläne bereits um ein Jahr verschoben“, sagte der 35-Jährige. Er will seine Karriere beim Heimatklub LKS Goczalkowice ausklingen lassen.

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Auch Ex-Kapitän Marcel Schmelzer, der sich nach seiner Knie-Operation weiter im Aufbautraining befindet und in dieser Saison noch keine Minute gespielt hat, wird zumindest auf dem Rasen keine Rolle mehr spielen. Bleiben noch vier.

Beim BVB besteht auf der Außenverteidigerposition Handlungsbedarf

Auf die Problemzone Außenverteidiger angesprochen, erklärte Michael Zorc: „Wir stehen vor drei entscheidenden Wochen, da möchte ich jetzt keine Personaldiskussion führen.“ Zugleich wird der BVB-Sportdirektor, in Absprache mit dem neuen Trainer Marco Rose, eine sehr genaue Bewertung der vorhandenen Ressourcen vornehmen und feststellen müssen, dass Handlungsbedarf besteht.

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Rechts bliebe Thomas Meunier als erste Option, doch der Belgier konnte in seinem ersten Jahr beim BVB nicht überzeugen. Seine und Borussia Dortmunds Hoffnungen ruhen darauf, unter Rose einen Neustart zu vollziehen. Auf der gegenüberliegenden Seite weiß der BVB in Raphael Guerreiro einen der auch international besten Außenverteidiger in seinen Reihen. Hinter ihm klafft jedoch ein riesiges Leistungsloch, das Nationalspieler Nico Schulz in zwei Jahren bei Borussia Dortmund zu keiner Zeit schließen konnte. Auf einem derzeit noch trägen und im Sommer wohl klammen Transfermarkt auch nur einen Teil der 25 Millionen Euro zurückzubekommen, die Zorc 2019 für ihn investierte, dürfte ein schwieriges Unterfangen werden.

BVB-Eigengewächs Felix Passlack ist ein zusätzlicher Ersatzmann

Unter idealen Voraussetzungen benötigen die Schwarzgelben also eine erste Wahl für die rechte und eine echte Alternative für die linke Seite. Als zusätzlicher Ersatzmann bliebe jeweils noch Eigengewächs Felix Passlack, der auf beiden Flügeln spielen kann. Die weitgehend verhandelte Vertragsverlängerung mit dem 22-Jährigen steht, wie berichtet, kurz bevor. Zorc erklärte am Sonntag: „Ich kann da noch keinen Vollzug vermelden, es sind noch einige Details zu klären.“ Nach einer guten Phase im Herbst reichte es unter Trainer Edin Terzic für Passlack allerdings mehrfach nicht für den Spieltagskader.

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Nach dem Schock über Moreys Verletzung und trotz des Wunsches, den im Team beliebten Mallorquiner schnellstmöglich wieder im Training zu sehen, müssen die BVB-Bosse für die Besetzung der Außenverteidiger-Posten schwer grübeln. Diese Position gehört auf dem Spielermarkt zu den schwierigsten, und diese Stelle ist ja nicht die einzige, für die neues Personal benötigt wird. Das Drama um Morey trifft den Spieler mit Abstand am härtesten, aber auch seinen Klub an einer empfindlichen Stelle.

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