Bundestrainer Löw verzichtet auf BVB-Offensivkräfte

Reus und Götze nicht nominiert

Mario Götze ist drei Monate vor dem WM-Start zunächst raus aus der Nationalmannschaft. Marco Reus muss weiter auf sein Comeback warten. Bundestrainer Löw schürt mit einem großen Kader gegen die WM-Mitfavoriten Spanien und Brasilien den Konkurrenzkampf.

Berlin/Dortmund

16.03.2018, 13:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Marco Reus und Mario Götze stehen nicht im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw.

Marco Reus und Mario Götze stehen nicht im Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw. © dpa

Ohne den WM-Finaltorschützen Mario Götze und dessen Dortmunder Vereinskollegen Marco Reus startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Weltmeisterschafts-Jahr. Der 25-jährige Götze und der drei Jahre ältere Reus fehlen im insgesamt 26-köpfigen Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw für die ersten Länderspiele 2018 am 23. März in Düsseldorf gegen Spanien und vier Tage später in Berlin gegen Brasilien.

Reus behutsam und ohne Druck heranführen

„Bei Marco ist uns wichtig, dass er behutsam und ohne weiteren Druck ans oberste Level herangeführt wird und an Stabilität gewinnt“, sagte Löw zum Verzicht auf Reus. Das überraschende Fehlen von Götze, der nach dem Europa-League-Aus von Borussia Dortmund beim FC Salzburg von BVB-Coach Peter Stöger hart kritisiert worden war, kommentierte der Bundestrainer nicht.

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Löw formulierte aber deutlich die allgemeinen Ansprüche an seine WM-Kandidaten: „Für uns stehen Erfolg und Leistung über allem. Wir wollen sehen und spüren, dass die Spieler diesen Zielen alles unterordnen und dafür alles geben. Wenn wir in Russland wieder erfolgreich sein wollen, müssen wir zuallererst wieder diesen bedingungslosen Hunger auf Erfolg haben.“

Adduktoren-Blessur bei Reus

Reus hatte sich in Salzburg eine Adduktoren-Blessur zugezogen und war zur Halbzeit in der Kabine geblieben. Götze war von BVB-Trainer Stöger nach 45 Minuten wegen einer schwachen Leistung vom Platz genommen worden. „Ordentliches Passspiel, Bewegung auf gefährlichen Positionen und Tiefgang - da war gar nichts zu sehen“, sagte der Trainer.

Offensivspieler Reus hatte wegen schwerer Verletzungen die WM 2014 und die EM 2016 verpasst. Sein bislang letztes von nur 29 Länderspielen liegt inzwischen zwei Jahre zurück. Für die WM ab 14. Juni in Russland spielt Reus in den Plänen des Bundestrainers eine wichtige Rolle, wenn der Dortmunder gesund ist. Titelverteidiger Deutschland trifft in der Gruppenphase auf Mexiko, Schweden und Südkorea.

Hector feiert Comeback

Der Kölner Jonas Hector feiert nach längerer Pause sein Länderspiel-Comeback. Auch der Berliner Marvin Plattenhardt erhält wieder eine Chance. Im Konkurrenzkampf um einen Platz im WM-Kader, den der DFB-Chefcoach am 15. Mai in Dortmund bekanntgeben wird, können sich die beiden Mittelstürmer Sandro Wagner (FC Bayern) und Mario Gomez (VfB Stuttgart) noch einmal beweisen. Der Leipziger Timo Werner ist als Angreifer im Löw-Kader derzeit gesetzt. Insgesamt sind acht Weltmeister von 2014 und 17 Confed-Cup-Sieger 2017 noch dabei.

Einen Neuling nominierte der Bundestrainer nicht. Im Tor vertraut Löw, der noch immer auf den verletzten Stammkeeper Manuel Neuer verzichten muss, weiter auf Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (Bayer Leverkusen) und Kevin Trapp (Paris Saint-Germain).

Von dpa

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