Am Donnerstagmorgen hatte der Kreis Recklinghausen in einer Pressemitteilung erklärt, dass die Freigabe der Lippebrücke zwischen Datteln-Ahsen und Olfen nicht wie geplant im April erfolgen kann. Ingenieure der Kreisverwaltung hätten bei einem Ortstermin festgestellt, dass die Schotterschicht nicht fachgerecht aufgebracht worden sei, begründete der Kreis die Terminverschiebung.
Weiter hieß es, dass der Kreis direkt Kontakt zu der ausführenden Firma aufgenommen habe. Diese müsse nun die bemängelte Schottertragschicht durch eine fachgerechte Tragschicht ersetzen. Ein Besuch unserer Redaktion am Montagnachmittag (17.4.) an der Baustelle in Ahsen bringt jedoch Überraschendes zutage.
Gespräche zwischen Kreis und Bauüberwachung laufen
Trotz der laut Kreisverwaltung festgestellten Mängel wird hier nichts entfernt. Ganz im Gegenteil, hier wird fleißig weiter asphaltiert. Auf Nachfrage erklärt die Pressestelle des Kreises, dass aktuell Gespräche zwischen Mitarbeitern des Kreises und Mitarbeitern der Firma, die für die Bauüberwachung an der Lippebrücke zuständig ist, laufen. Eine Stellungnahme seitens der Kreisverwaltung werde daher erst im Laufe des Dienstagmorgens (18.4.) erfolgen können.
Unbestätigten Informationen zufolge soll es aber durchaus üblich sein, dass Firmen bei Projekten solcher Größenordnung so lange weiterarbeiten, bis die angezeigten Mängel überprüft und bestätigt wurden, um Verzögerungen und damit verbundene Kostensteigerungen zu verhindern.
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Jetzt also doch: Freigabe der Lippebrücke in Datteln-Ahsen verzögert sich – aber bis wann?