Im Steversportpark soll bald ein Soccerfeld entstehen. © Arndt Brede
Lärmproblem
Ärger über Lärm am Sportzentrum: Soll der Lärmschutzwall höher werden?
Einen vier Meter hohen Lärmschutzwall zwischen dem Sportzentrum in Olfen und der Hoddenstraße gibt es bereits. Aber reicht der? Denn es gibt immer wieder Beschwerden von Anwohnern.
Der Konflikt über die Lärmsituation am Sportzentrum schwelt schon länger. „Ich kenn das schon seit vielen Jahren“, sagt Bürgermeister Wilhelm Sendermann in der Ausschusssitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 28. Januar.
In der jüngsten Vergangenheit hätten die Verwaltung aber verstärkt Beschwerden über die Lärmbelastung in der Nachbarschaft des Sportplatzes erreicht, so Sendermann. „Das Fass ist voll“, sagt er. Es sei zwar noch nicht übergelaufen, aber „an der Grenze.“
Sorgen um Lärm
Zur Situation: Das Sportgelände dort wird vom SuS Olfen genutzt. Da der dort existente Kunstrasenplatz aber auch von vielen Erwachsenen und Jugendlichen zum hobbymäßigen Fußballspielen genutzt wird, fasste die Stadt 2018 den Entschluss, auch einen Soccerplatz zu errichten.
Den Platz gibt es zwar noch nicht - aber die Sorgen um zusätzlichen Lärm waren von Anfang an da. Deshalb hatte die Stadt auch ein bestehendes Lärmgutachten aus dem Jahr 1998 überarbeitet.
Lärmschutzwall dennoch erhöhen?
Die Frage war, ob der bestehende Lärmschutzwall an das angrenzende Wohngebiet Hoddenstraße erhöht werden sollte. Der Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass die Lärmwerte eingehalten werden, jedenfalls, wenn die Nutzungszeiten des südlichen Sportplatzes leicht angepasst werden. Das sei inzwischen passiert, erklärte Wilhelm Sendermann. Die Anstoßzeiten der 1. Mannschaft des SuS Olfen liegen sonntags bei 15.30 Uhr und für die 2. Mannschaft bei 13.30 Uhr - also jeweils eine halbe Stunde später als zuvor.
Der schon bestehende vier Meter hohe Lärmschutzwall sei schon „eine Nummer“, sagte Sendermann. Allerdings wolle man dennoch darüber nachdenken, den Lärmschutzwall zu erhöhen, obwohl es laut Gutachten nicht notwendig ist. „Die Frage ist, ob es eine verträgliche Lösung gibt, die das nachbarschaftliche Nebeneinander herstellen kann“, so Sendermann. Nach dem gleichen Prinzip war die Stadt auch schon beim Skatepark vorgegangen. Auch dort war kein Lärmschutzwall vorgeschrieben, vorsorglich war aber dennoch einer errichtet worden.
Lösungsvorschlag unterbreiten
Auf die Frage von Klaus Pohl, inwieweit dies einzelne Klagen seien, oder welche, die von allen Seiten zu hören seien, verneinte Sendermann klar: „Nein, das ist nicht nur eine Einzelperson, die sich beschwert.“
Die Ausschussmitglieder gaben der Verwaltung den Auftrag, die Lärmsituation am Platz genauer zu untersuchen und Lösungsvorschläge zu unterbreiten.
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