Neue Baugebiete in Kamen sind rar. Und dementsprechend ist das Interesse an der 1,9 Hektar großen Fläche, auf der in Kamens Süden ein neues Wohnquartier entwickelt werden soll, groß. „Momentan gibt es eine Liste von nach wie vor rund 100 Interessenten“, sagt Andreas Schlüter, Sprecher der Sparkasse Unna-Kamen.
Die Planung des neuen Wohngebiets sowohl mit Einfamilienhäusern als auch Doppelhäusern läuft über die S-Projekt UnnaKamen GmbH. Die Gesellschaft gehört vollständig der Sparkasse. Sie beschäftigt sich aktuell mit der finalen Planung der Bebauung und Vermarktung. Die ruhige, naturnahe und innenstadtnahe Lage gilt als Toplage für künftiges Wohnen in Kamen, auch wenn die Bahnlinie Dortmund-Hamm nicht allzu weit entfernt ist. Viele Alternativen für Neubauten in Kamen gibt es nicht.

Wann die Vermarktung der Baugrundstücke in Kamen starten soll
Das Areal befindet sich seit fast fünf Jahren in der Planung und Entwicklung. Bereits im März 2020 hatte das Abbruchunternehmen Linkamp aus Anröchte damit begonnen, die alte Hofstelle dem Erdboden gleichzumachen – und machte anschließend damit buchstäblich den Weg frei für die Entwicklung des neuen Wohnquartiers in Kamen.
Erstmals nennt nun die Sparkasse Unna-Kamen den Zeitpunkt, ab wann die Grundstücke auf den freien Markt kommen werden: Die Vermarktung, so Schlüter, wird „voraussichtlich im ersten Quartal 2025 starten“, also bis Ende März 2025. Verkauft werden 23 Parzellen für Einfamilien- und Doppelhäuser. Insgesamt sollen auf dem Platz 30 Wohneinheiten entstehen. Junge Familien werden vermutlich bevorzugt Zuschlag erhalten.

Bodenrückstände des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes beseitigt
Bevor die Interessenten Nachricht von der Sparkasse erhalten, dass die Parzellen zu erwerben sind, muss noch einiges passieren. Denn noch gehört die Fläche der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna (WFG). Diese beseitige „zeitnah“, so Schlüter, rückstandsfrei Bodenrückstände des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes.
Nach Abschluss dieser Arbeiten wechselt das Land in die Hände der Sparkassen-Projektgesellschaft, über die die baureifen Parzellen dann zu kaufen sind.
Das Baugebiet soll von der Südkamener Straße aus erschlossen werden – ebenfalls im ersten Quartal. Von dort wird eine winkelförmige Stichstraße gebaut, die in einem Wendehammer Richtung Westen endet. Eine Durchfahrt ist nicht möglich, es gibt aber einen Fußweg zum Buschweg.
Als Wohnbebauung sind keine hohen Häuser vorgesehen; die Einfamilien- und Doppelhäuser sollen sich harmonisch ins ähnlich geprägte Südkamener Ortsbild einfügen – mehr als zwei Geschosse sind vermutlich nicht möglich.

Momentane Lage am Wohnungsbaumarkt „eher zurückhaltend“
Wie viel ein Quadratmeter Bauland kosten wird, steht noch nicht fest. Erst mit Start der Vermarktungsphase „werden auch die damit zusammenhängenden Fragen, wie zum Beispiel Quadratmeterpreise und Vergabekriterien, unter Berücksichtigung der dann vorherrschenden Nachfragesituation geklärt“, heißt es von Schlüter.
Der erfahrene Sparkassen-Mitarbeiter weiß, dass das Angebot an Baugrundstücken derzeit gering ist. Zwar habe die Immobilienabteilung der Sparkasse diverse Objekte ihrer Kunden im Bestand. „Darunter befindet sich allerdings kein Bauland.“ Überdies sei die momentane Lage am Wohnungsbaumarkt „eher zurückhaltend“. Im Gegensatz dazu werde sich der Bedarf an Wohnraum, so die Erwartung der Sparkasse, „perspektivisch weiter beleben“. Immerhin: Zumindest in Südkamen wird sich die eine oder andere Familie ihr Traum vom Eigenheim wohl demnächst erfüllen können.