Nach Schüssen auf Alte Synagoge in Essen Polizei sucht mutmaßlichen Zeugen mit Fotos

Nach Schüssen auf Alte Synagoge in Essen: Polizei sucht mutmaßlichen Zeugen mit Fotos
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Im Rahmen der Ermittlungen rund um die Schüsse auf das Rabbinerhaus der Alten Synagoge in Essen sucht die Polizei nun nach einem möglichen Zeugen. Am Sonntagabend (20.11.) hat die Polizei in Essen Fotos eines Mannes veröffentlicht, der aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe zum Tatort möglicherweise sachdienliche Hinweise geben kann.

Die veröffentlichten Bilder zeigen einen augenscheinlich jungen Mann in blauer Jacke und mit dunklen Haaren. Wie auf den Fotos zu sehen ist, geht er an der Alten Synagoge vorbei. Er trägt eine dunkle Jeans sowie eine schwarze Tasche mit Aufschrift in der Hand.

Das Bild aus dem Video der Überwachungskamera zeigt den möglichen Zeugen.
Das Bild aus dem Video der Überwachungskamera zeigt den möglichen Zeugen. © Polizei Essen

Die Aufnahmen wurden am Donnerstag (17.11.) in der Nacht zu Freitag, zwischen 20 Uhr und 1 Uhr gemacht. Die Polizei bittet nun den gesuchten Mann darum, sich bei dem Hinweistelefon der Polizei (0800/6677123) oder dem Notruf (110) zu melden. Auch wer meint den möglichen Zeugen zu erkennen, soll sich unter den genannten Nummern melden.

Das Bild aus dem Video der Überwachungskamera zeigt den möglichen Zeugen.
Das Bild aus dem Video der Überwachungskamera zeigt den möglichen Zeugen. © Polizei Essen

Sollten auch andere Personen im Zusammenhang mit der Tat Fotos oder Videos angefertigt haben, können diese im Hinweisportal der Polizei hochgeladen werden.

Fahndung nach dem Täter dauert an

In der Nacht auf Freitag war in Essen auf das frühere Rabbinerhaus an der Alten Synagoge geschossen worden. Eine unbekannte Person hatte dabei mindestens drei Schüsse auf eine Tür abgegeben. Seitdem wird nach dem möglichen Täter gefahndet.

Am Sonntag hatte es in dem Zusammenhang einen längeren Polizeieinsatz auf der A40 in Richtung Dortmund gegeben. Nach Angaben eines Polizeisprechers hatten Geruchsspuren die speziell ausgebildeten sogenannten Mantrailer-Hunde bereits am Freitag zur Autobahn geführt. Am Sonntag führten die Hunde die Beamten dann über die Autobahn hinter die Stadtgrenze von Essen und wieder von der Autobahn runter. Die Fahndung dauert an.

rej/dpa

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