Eine Hälfte der A45-Talbrücke Sterbecke im Märkischen Kreis ist am Sonntag gesprengt worden. „Die ist perfekt gefallen, genau so, wie sie sollte“, sagte Bernd Löchter, Sprecher der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH. Der Sprengmeister habe das Gebiet sehr schnell wieder freigeben können.
Die gesprengte westliche Brückenhälfte in Fahrtrichtung Süden nach Frankfurt war schon seit längerem gesperrt. Die Brücke lag etwa zwei Kilometer von der Talbrücke Rahmede in Lüdenscheid entfernt, die Anfang Mai gesprengt worden war. Nach der Sprengung musste die stehengebliebene östliche Hälfte der Brücke auf Schäden geprüft werden. Über sie soll der Verkehr in der Übergangszeit in beide Richtungen fließen.
Die Sterbecke-Brücke ist 45 Meter hoch und führt über ein unbewohntes Waldareal. Sie ist eine von 60 Autobahnbrücken der A45 im Bereich der Niederlassung Westfalen, die mittelfristig abgerissen und neu gebaut werden müssen. Die Brücke sei 1967 für eine Belastung von 25 000 Autos täglich gebaut worden, inzwischen liege die Belastung bei 64 000 Fahrzeugen, davon 13 000 Lastwagen.
A45-Sperrung: Umleitungen eingerichtet
Der Verkehr für beide Fahrtrichtungen wird am Sonntag während der Sperrung umgeleitet. In Fahrtrichtung Dortmund wird die Bedarfsumleitung U39 verlegt auf die B229 Richtung Brügge. Das bedeutet, dass der Verkehr von der Brunscheider Straße nach links in die Werdohler Landstraße geführt wird und von dort auf die B229 (Bräuckenstraße) und B54 (Volmestraße).
Ab Rummenohl verläuft die Umleitung wieder auf der gewohnten Strecke der B54 als U41. Grund für die temporäre Verlegung ist die schwierige Abbiegesituation von der Heedfelder Straße (L561) in Rummenohl auf die B54. Hier soll ein zu starker Rückstau vermieden werden.
In Fahrtrichtung Frankfurt wird die Bedarfsumleitung U14 temporär entsprechend der Fahrtrichtung Dortmund verlegt. Ab Rummenohl führt die U14 am Sonntag über Brügge (B54) und als U37 über die B229 zur Anschlussstelle Lüdenscheid.
rej/bani/mit dpa
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