Ministerin Ina Scharrenbach steht in der Kritik. Die SPD Lünen fordert ihren Rücktritt.

© Britta Linnhoff (Archiv)

Nach Mallorca-Reise: SPD Lünen fordert Rücktritt von Ina Scharrenbach

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Die Lüner SPD fordert den Rücktritt von Ina Scharrenbach. Nach Ansicht des Stadtverbandes habe die NRW-Heimatministerin sich mit ihrer Mallorca-Reise selbst disqualifiziert und ihren Amtseid gebrochen.

Lünen

, 09.04.2022, 09:52 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Kritik an Ina Scharrenbach spitzt sich zu. Sie hatte an ein einer Geburtstagsparty der inzwischen zurückgetretenen NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) auf Mallorca teilgenommen - während der Flutkatastrophe des vergangenen Jahres. Die Opposition im Landtag legt der Heimatministerin Ina Scharrenbach deshalb einen Rücktritt nahe - genauso wie der SPD-Stadtverband Lünen. „Treten Sie zurück, Frau Scharrenbach!“, scheibt die Lüner Partei auf ihrer Facebook-Seite.

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„Nachdem die Wahrheit nun Stück für Stück ans Licht gekommen ist, reibt man sich verwundert die Augen: Auch Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) reiste nach Mallorca, um mit Heinen-Essers zu feiern - und dass, obwohl sie diese vor Ort eigentlich vertreten sollte. „Wer die Menschen als verantwortliche Heimatministerin in ihrer Heimat im Stich lässt, um auf Mallorca Party zu machen, disqualifiziert sich selber und bricht vor allem seinen Amtseid“, so die Stellungnahme des SPD-Stadtverbandes.

Lüner CDU stellt sich hinter die Ministerin

Die Lüner CDU hingegen hat sich schon am Freitag hinter Ina Scharrenbach gestellt. Auf die Rücktrittsforderung der Lüner SPD reagierte Dr. Karl Schürmann, Vorsitzender der Lüner CDU, mit folgender Stellungnahme: „Ina Scharrenbach hat sich aufrichtig und öffentlich entschuldigt. Sie ist immer ansprechbar und kümmert sich – das wissen die Menschen zu schätzen. Wir müssen wieder dahin kommen, dass eine Entschuldigung in der Politik auch etwas zählt. Wir sind dankbar, eine Ministerin zu haben, die so viel für die Menschen bewegt, wie Ina Scharrenbach.“

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Ina Scharrenbach selbst hat sich zu dem Fall ebenfalls auf Facebook geäußert: „Ich bin seit 2017 exakt einmal privat ins Ausland geflogen – zweieinhalb Tage, aber es waren schlicht und ergreifend die falschen. Ich ärgere mich unendlich über den Eindruck, den ich durch diese zwei Tage erweckt habe. Es tut mir sehr, sehr leid und ich entschuldige mich dafür“, erklärte sie dort.

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