Die Saison 2024/25 der Frauenhandball-Oberliga hat etwas zu bieten, was es in den vergangenen Jahren nicht gegeben hat: das Lokalduell der beiden Schwerter Klubs HSG Schwerte/Westhofen und HVE Villigst-Ergste. Vor dem Auftakt in die neue Saison haben wir mit Trainer Peter Hengstenberg (HSG) und Spielertrainerin Katharina Nelskamp (HVE) darüber gesprochen, was sie von der neuen Saison erwarten.
Angesprochen auf das Saisonziel hält sich Peter Hengstenberg bedeckt. „Ich weiß, es ist eine Floskel - aber es ist eben so: Wir denken von Spiel zu Spiel. Und wir denken nicht darüber nach, auf welchem Tabellenplatz wir am Ende landen könnten“, sagt der HSG-Coach.
HSG will in ruhiges Fahrwasser
Im Vergleich zur Vorsaison ist das HSG-Team nahezu unverändert zusammengeblieben - keine Selbstverständlichkeit angesichts des sportlich frustrierenden Verlaufes der Spielzeit 2023/24, in der die HSG keinen einzigen Sieg feiern konnte. Wohl auch deshalb sagt Hengstenberg: „Es wird erstmal darum gehen, die Mannschaft wieder in ein ruhiges Fahrwasser zu bringen. Es wäre vermessen, nach so einer Saison zu sagen: Als Absteiger musst du in der neuen Saison sofort wieder aufsteigen.“

Stattdessen gehe es viel mehr darum, „die Mannschaft und die einzelnen Spielerinnen weiterzuentwickeln“, so Hengstenberg weiter. Insgesamt sei er mit der Trainingsbeteiligung und der Einsatzbereitschaft seiner Spielerinnen sehr zufrieden. Dazu zählen auch die drei Neuzugänge, die sich laut Hengstenberg sehr gut integriert haben: Dana Misiok kam aus Bergkamen und bildet mit Erva Aydin und Julia Stang das Torhüterinnen-Trio der HSG, Vivien Hacheneier ist eine talentierte Außenspielerin, die von der Ahlener SG nach Schwerte gekommen ist, und Rückraumspielerin Katharina Batschurin wechselte über die Ruhr von der HVE Villigst-Ergste.
Sicherer Mittelfeldplatz ist das HVE-Ziel
Diese HVE Villigst-Ergste hat sich nach Aussage ihrer Spielertrainerin Katharina Nelskamp einen sicheren Mittelfeldplatz zum Saisonziel gesetzt. Oder anders ausgedrückt: „Wir wollen möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, sagt Nelskamp. Weil die HVE gerade im Rückraum etwas dünn besetzt ist, ist Nelskamp als vollwertige Spielerin eingeplant und wird sich keineswegs auf die Rolle auf der Trainerbank beschränken. Zumal sie dort mit Co-Trainer Henning Becker auf kompetente Unterstützung bauen kann.

Auf dem Spielerinnensektor hat es bei den Villigst-Ergsterinnen auf der Torwartposition die gravierendste Veränderung gegeben. Top-Talent Lotte Kaup sucht die sportliche Herausforderung beim Drittligisten PSV Recklinghausen. doch trotz dieses Abgangs ist die HVE zwischen den Pfosten dank der Neuzugänge Ann-Kathrin von Oepen (HSG Lüdenscheid) und Natascha Turner (HSG Schwerte/Westhofen II) nicht schlecht aufgestellt. Allerdings standen beide verletzungs- und krankheitsbedingt in der Vorbereitungsphase so gut wie gar nicht zur Verfügung.

Zumindest von Oepen, die sich die Hand gebrochen hatte, soll aber pünktlich zum ersten Saisonspiel wieder fit sein. Dieses findet für die HVE Villigst-Ergste zu einem ungewöhnlichen Termin statt: am Montag (9. September) um 20.15 Uhr beim ETSV Witten. Tags zuvor startet die HSG Schwerte/Westhofen in die Saison. Die HSG ist am Sonntag um 11 Uhr bei der DJK TuS Oespel-Kley zu Gast, die in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt ist.