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Bei Lüner Verein häufen sich die Ordnungsgelder – der sieht das entspannt
Fußball
Ein Lüner Fußballverein hat in den ersten Wochen der Saison 2021/2022 eine Menge Strafen kassiert. Nun glaubt der Klub, dass die vielen Ordnungsgelder der Vergangenheit angehören.
Einen guten Monat läuft die Fußball-Saison 2021/2022 inzwischen. Die Chancen scheinen groß, dass die Spielzeit vollständig und ohne Corona-Unterbrechung absolviert werden kann. Doch ein Lüner hat derzeit ganz andere Probleme.
Beim TSC Brambauer haben sich in den vergangenen Wochen einige Ordnungsgelder angehäuft. Die stellt der jeweilige Fußballkreis – im Falle der Brambaueraner der zuständige Kreis Dortmund – Klubs in Rechnung, wenn sie gegen Regeln verstoßen oder andere Ordnungswidrigkeiten begehen.
Unvollständiges Ausfüllen des Spielberichts, fehlende Passbilder, Nichtstellung eines Schiedsrichter-Assistenten, Spielen ohne Spielberechtigung – es sind eine Vielzahl an Vergehen, die der Fußballkreis sanktioniert. Oft steigt im Wiederholungsfall das Ordnungsgeld.
TSC Brambauer muss 670 Euro zahlen
17 solcher Ordnungsgelder hat sich der TSC Brambauer alleine in den vergangenen beiden Wochen geleistet. Mindestens 670 Euro muss der Klub deshalb summiert an den Kreis zahlen.
Eine ordentliche Summe – gerade für einen neu gegründeten Verein, der in dieser Saison erstmals am Spielbetrieb teilnimmt. „Ich bin, was den Schriftverkehr und das Organisatorische angeht, momentan so ein bisschen auf mich alleine gestellt“, sagt Mikail Bulut, Vorsitzender des Vereins.

Mikail Bulut ist Vorsitzender des TSC Brambauer. © Goldstein
Ein weiteres Vorstandsmitglied trete aktuell aus privaten Gründen kürzer, weitere Verantwortliche des Vereins hätten andere Zuständigkeitsbereiche, so Bulut. „Es sind viele ganz einfache Sachen“, sagt der Vorsitzende mit Verweis auf fehlende Passbilder und ähnliche Formalitäten.
„Wir mussten uns erst einmal finden und orientieren. Da mache ich mir keine Sorgen, dass das nochmal vorkommt“, sagt Bulut. In den kommenden Wochen erwarte er deutlich weniger bis nur noch vereinzelte Strafen.
Sportplatz zum Karrenbusch scheint Erwartungen des Kreises zu erfüllen
Bulut verwies auch darauf, dass es Ordnungsgelder geben könne für Verstöße, „wo wir weniger drinstecken“. Damit meint er den noch immer eher provisorisch hergerichteten Sportplatz am Karrenbusch.
Eine Strafe für „mangelnden Platzaufbau“ hat der TSC in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht erhalten. Die Stromversorgung habe man selbst gelöst, Toiletten seien noch nicht nutzbar, so Bulut.
Sorgen ob des mittleren dreistelligen Betrags, den der junge Verein zahlen muss, macht er sich nicht. „Das können wir stemmen. Da sehen wir kein Problem“, sagt Bulut mit Verweis auf finanzielle Unterstützung.
Kommt aus Lünen und wohnt dort noch immer. Konnte sich nie vorstellen, etwas anderes als Journalismus zu betreiben. 2017 noch als Schüler bei Lensing Media als Freier Mitarbeiter begonnen. Seit 2023 Sportredakteur in Dortmund. Als Handballtrainer mit Stationen in der Bezirks- und Verbandsliga.
