Neues Buch erschienen Der Flugplatz Schwarze Heide während des Zweiten Weltkriegs

Neues Buch: Der Flugplatz Schwarze Heide im Zweiten Weltkrieg
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Schon seit den 1970er-Jahren führt der Heimatverein die Schriftenreihe, die von dem damaligen Vorsitzenden Hans Büning ins Leben gerufen wurde. Stolz bezeichnet der aktuelle Vorsitzende Peter Pawliczek diese als „Schätze des Heimatvereins“, denn es ist nicht selbstverständlich, mit welcher Hingabe die Autoren mit ihren Werken zu dem Erfolg beitragen. Nun wird schon der 53. Band veröffentlicht - Titel: Der Flugplatz Schwarze Heide im 2. Weltkrieg.

Hans-Josef Lehrich ist der forschende Kopf hinter dem neuesten Band. Schon seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich ausgiebig mit dem Thema. Inspiriert hat ihn damals die Facharbeit aus Schulzeiten seines Sohnes: „Meine Schwiegermutter hat während des Zweiten Weltkriegs am Flugplatz Schwarze Heide gearbeitet und die Geschichte mit meinem Sohn aufgearbeitet. Danach ließ sie mich nicht mehr los.“ Schon am 49. Band der Schriftenreihe beteiligte er sich mit seinem fundierten Wissen über verunglückte Kampfflugzeuge im Raum Kirchhellen während des Zweiten Weltkriegs.

Über die Grenzen hinaus

Im Laufe der Jahre hat er unzählige Archive und Museen besucht, weit über die deutschen Grenzen hinaus und drei Menschen gefunden, die genauso für die Sache brennen. Gemeinsam forschten sie, motivierten sich, immer weiter zu machen und unterstützten sich auch finanziell bei der Sache: „Viele Fotos haben wir aus Privatsammlungen oder Archiven. Da sind über die Jahre hohe Summen für ausgegeben worden.“ Ein wichtiger Teil ist auch der Austausch mit Zeitzeugen, die zunehmend weniger werden. In solchen Gesprächen kann es sehr emotional werden, weiß Lehrich.

Flugplatz Schwarze Heide, Zweiter Weltkrieg
Um den Flugplatz zu tarnen, kamen auch Pferde und Kühe aus Pappmaché zum Einsatz. © Privat

„Einer meiner Mitstreiter ist Langstreckenpilot und konnte aus der Washington Library of Congress Archivbilder aus der Zeit vom Flugplatz in Kirchhellen mitbringen“, erzählt Lehrich. Eigentlich wäre pro Bild eine Gebühr fällig gewesen, aber so durfte er sie einfach abfotografieren. Viel Arbeit und Leidenschaft stecken in den spannenden 228 Seiten. So zum Beispiel die Geschichte des Tarnbauernhofs unweit des Flugplatzes, auf dem auch Pferde und Kühe aus Pappmaché zum Einsatz kamen. „Die wurden regelmäßig umgestellt, damit es aussieht, als würde dort normaler Bauernhofbetrieb herrschen“, erklärt der Hobby-Historiker.

Verein sucht Nachwuchs

Wer an den umfangreichen Recherchen interessiert ist, kann die Schrift für 15 Euro im Heimathaus oder der Humboldt Buchhandlung erwerben. Für Mitglieder ist sie kostenlos. Die Chance lässt sich der Vorsitzende auch nicht entgehen, für den Verein zu werben: „Eine Mitgliedschaft kostet pro Jahr auch 15 Euro. Man könnte die Summe also auch da investieren. Wir freuen uns immer über Nachwuchs!“

Wer Interesse an dem Heimatverein und seiner Arbeit hat und ihn unterstützen möchte, kann sich auf der Webseite informieren.

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