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Corona-Schnelltest

Was das Ende der Kostenübernahme für Corona-Testzentren bedeutet

Seit Montag (11.10.) müssen Bürger selbst für ihren Corona-Schnelltest zahlen. Wir haben mit Betreibern von Dortmunder Testzentren über ihre ersten Erfahrungen gesprochen.

von Deborah Grothe

Dortmund

, 12.10.2021 / Lesedauer: 3 min

Die Kostenübernahme der Corona-Schnelltests ist für die meisten Dortmunder Geschichte: Bis auf wenige Ausnahmen muss jeder seinen Test selbst zahlen. Wir haben einige Betreiber von Dortmunder Testzentren nach ihren Erfahrungen gefragt.

„Insgesamt werden die Schnelltest-Angebote jetzt schlechter angenommen“, sagt Fabian Bargmann, Verantwortlicher für das Produktmanagement der Prävent GmbH. Außerdem habe sich das Publikum verändert, es kämen vor allem Schulkinder. Da viele Eltern geimpft seien, würden sich nur wenige direkt mittesten lassen. Falls doch, müssen sie für den Schnelltest 19 Euro zahlen.

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Besondere Situation durch Herbstferien

Die Herbstferien haben einen großen Einfluss auf die Nachfrage: Da die Kinder nicht durch die üblichen Kontrollen in der Schule als getestet gelten, müssen auch sie ins Testzentrum. Im Dortmunder Drive-In an den Westfalenhallen ist die Nachfrage laut Standortleiter Frank Paßmann dadurch stabil geblieben. Mehr als die Hälfte der am Montag Getesteten sei unter 18 Jahre gewesen.

Auch in den beiden Testzentren der Phoenix Technischer Handel GmbH bemerkt man das Ende der Kostenübernahme. Die Nachfrage am Montag war laut Massimo Pellecchia aus der Geschäftsführung eher unterdurchschnittlich. Nach dem ersten Eindruck sei das Testzentrum am Klinikum durch vergleichsweise viele Selbstzahler allerdings etwas weniger abhängig von dem temporären Ansturm der Schüler durch die Herbstferien.

In den Testzentren der Familie Ausbüttel beantwortet man momentan viele Anrufe. „Hier geht es zunächst darum, ob wir weiter geöffnet haben, und dann um den Preis für Selbstzahler“, sagt Gisela Ausbüttel. In ihren Zentren werden die Tests für 13,50 Euro angeboten. Neben Selbstzahlern würden dort momentan viele Kinder getestet, die zum Beispiel zu Sportveranstaltungen gehen möchten.

Anspruch auf Kostenübernahme richtig nachweisen

Für einige Menschen ist der Test jedoch weiterhin kostenlos: Bei Personen mit bestimmten Vorerkrankungen beispielsweise übernimmt die kassenärztliche Vereinigung weiter mindestens einen Test pro Woche. Laut Fabian Bargmann benötigen die Testzentren in diesem Fall ein ärztliches Attest, dass eine Impfung ausdrücklich nicht möglich ist.

Dem Ende der Herbstferien blicken die Betreiber skeptisch entgegen. „Wir halten unser Testzentrum aber offen, solange es möglich ist“, betont Frank Paßmann. Falls die Nachfrage nach den Ferien weiter zurückgeht, wolle er erst tageweise schließen. An den nachfragestärkeren Tagen rund um das Wochenende bliebe der Drive-In dann weiter geöffnet.

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