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S-Bahn-Station Nette/Oestrich: Kürzere Reinigungsintervalle und „Graffiti-Offensive“
Stationsbericht des VRR
Das Erscheinungsbild der S-Bahn-Station Nette/Oestrich ist „nicht akzeptabel“ – sagt der VRR-Stationsbericht. Manche Defizite will die Bahn angehen. Andere dagegen nicht.
Die S-Bahn-Station Dortmund-Nette/Oestrich hat beim Stationsbericht des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr im dritten Jahr in Folge miserabel abgeschnitten. Ein sattes Rot in der Bewertung attestiert dem Haltepunkt ein „nicht akzeptables Erscheinungsbild“. Vor allem Graffiti und die Ausstattung haben zu den schlechten Noten geführt. Das weiß auch die Bahn.
„Auch hier haben wir häufig mit Vandalismus und Graffiti zu kämpfen“, schreibt ein Bahnsprecher. „Wir haben die Reinigungsintervalle in den letzten Wochen und Monaten erhöht, um die Station häufiger von Müll zu befreien. Auch aufgrund dessen wird die Sauberkeit am Bahnhof von den VRR-Testern positiv bewertet.“
Beim Besuch dieser Redaktion war die Station in der Tat weitgehend frei von Müll. Der lag allerdings im Gleisbett.
Bahn steht zu ihrer „Graffiti-Offensive“
Der Sprecher verweist auf ein allgemeines Unternehmens-Statement zum Stationsbericht. Die Deutsche Bahn stehe „weiter zur Graffiti-Offensive“, heißt es da. Und werde „auch in Zukunft – ganz im Sinne des Kunden – Schmierereien so schnell wie möglich entfernen“. Das Glasdach in Nette/Oestrich zeigt ein anderes Bild.
Wenig Hoffnung macht der Bahnsprecher indes auf eine Verbesserung der Ausstattung und der Barrierefreiheit: „Modernisierungsmaßnahmen am Bahnhof sind derzeit nicht geplant.“
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache. Erreichbar unter uwe.von-schirp@ruhrnachrichten.de.
