Bürger im Dortmunder Westen vermissen seit Tagen ihren Postboten (Symbolfoto).

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Dortmunder bekommen seit Tagen keine Post – jetzt kennen sie den Grund

rnBürger-Ärger

Hat der überlastete Zusteller die Post entsorgt oder bei sich zu Hause gelagert? Im Dortmunder Westen herrscht großes Rätselraten über vermisste Post. Jetzt ist das „Geheimnis“ gelüftet.

Lütgendortmund

, 02.12.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bürger im Dortmunder Westen sind mit ihrem Latein am Ende: Seit Tagen landen keine Briefe, Karten und Zeitschriften mehr in ihren Briefkästen. Mehrfache Anrufe bei der Deutschen Post AG in Bonn lieferten keine Antworten. Die Beschwerden wurden zwar entgegengenommen, auf Rückanrufe wartete man vergeblich.

„Wir wissen wirklich keinen Rat mehr, da es der Deutschen Post offensichtlich egal ist, was mit der zuzustellenden Post passiert“, schreibt Ina Volland am Mittwoch (1.12.) in einer E-Mail an diese Redaktion. Sie wohnt in der Klobestraße in Lütgendortmund/Holte-Kreta.

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Am 22. November (Montag) habe sie das letzte Mal reguläre Post erhalten, berichtet sie. Nachbarn aus der Holtestraße und dem Hardenackeweg hätten ähnliche Erfahrungen gemacht.

Postauto braust ohne Stopp durch die Straße

Seit diesem Tag habe sie kuriose Vorgänge beobachtet. „Am Donnerstag, 25.11.21, brauste das Postauto, ohne anzuhalten, durch unsere Straße. Sehr fragwürdig, dass niemand aus den zahlreichen Häusern an diesem Tag Post zu erwarten hatte.“

Am Samstag (27.11.) habe der Postwagen in Sichtweite gehalten, aber nur Post in der Klobestraße 2 verteilt. „Alle anderen Häuser in der Nachbarschaft erhielten wieder keine Post“, so Ina Volland.

Zweimal habe sie bei der Deutschen Post AG angerufen: „Leider ist die Kontaktaufnahme nur per Telefon zu einem Sammelanschluss möglich.“

Ihre Beschwerde sei aufgenommen worden und sollte an die Fachabteilung weitergeleitet werden. In einem zweiten Telefonat habe sie dann erfahren, dass sie keine Rückantwort erhalten werde, sondern nur abwarten könne.

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Eine Nachbarin aus der Klobestraße habe sich ebenfalls an die Deutsche Post gewandt. „Jedoch auch ohne Wirkung“, so Ina Volland.

Im Laufe der Zeit sei sie immer unruhiger geworden, berichtet die Lütgendortmunderin. „Denn ich wusste definitiv von Post, die an uns unterwegs war. Ebenso wie unsere abonnierte Zeitschrift.“

Deutsche Post: „Erhebliche Personalausfälle“

Die Beschwerde der Anwohnerin hat diese Redaktion an den Pressesprecher der Deutschen Post AG weitergeleitet. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten.

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In seiner Mail schreibt Rainer Ernzer: „Durch erhebliche Personalausfälle kam es leider in dem Bereich zu Zustellverzögerungen, für die wir uns ausdrücklich entschuldigen.“

Der Pressesprecher hatte aber auch gute Nachrichten parat: „Der Stammzusteller ist wieder da, und die verzögerten Sendungen werden umgehend zugestellt.“