Der Real-Markt in Eving hat eine wichtige Magnetfunktion für das Evinger Zentrum. Stünde er nach der Real-Schließung Ende September lange leer, wäre das schlecht fürs Evinger Zentrum.

© Andreas Schröter

In wenigen Tagen schließt der Real in Eving - doch es gibt Hoffnung

rnEvinger Mitte

Bürger, Politiker und Gewerbetreibende haben Angst vor einem längeren Leerstand in der Evinger Mitte, wenn der Real-Markt schließt. Wir sprachen darüber mit der Wirtschaftsförderung.

Eving

, 15.09.2021, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ende September schließt die Real-Filiale in der Evinger Mitte, und ein größerer Leerstand droht. Wir sprachen über diese Situation mit Barbara Bahrenberg, die in der Wirtschaftsförderung im Bereich Firmenberatung für den Stadtbezirk Eving zuständig ist.

Hallo Frau Bahrenberg, wie ist der Stand der Dinge?

Nun, es sieht zumindest so aus, dass der schlimmste Fall abgewendet ist.

Was wäre der Worst Case gewesen?

Dass die Besitzer das riesige Ladenlokal am 30. September von außen abschließen und es bis Ende 2023 verschlossen bleibt. So lange läuft noch der Mietvertrag zwischen der Metro und dem Besitzer des Hauses.

Wer ist der Besitzer?

Es ist eine Eigentümergemeinschaft, die vor Ort mit einem Hausverwalter zusammenarbeitet. Mit dem stehe ich aber nun in gutem Kontakt. Nun muss noch der Auflösungsvertrag beidseitig unterschrieben werden, dann steht der Neuentwicklung hoffentlich nichts mehr im Wege.

Barbara Bahrenberg kümmert sich bei der Wirtschaftsförderung um Eving. Sie ist optimistisch, dass bald eine Nachnutzung erfolgt.

Barbara Bahrenberg kümmert sich bei der Wirtschaftsförderung um Eving. Sie ist optimistisch, dass bald eine Nachnutzung erfolgt. © privat

Falls nun beide Seiten den Mietvertrag kündigen: Gäbe es denn Interessenten für die Fläche?

Ja, es gibt Unternehmen, die bereit wären, das Gebäude zu gewissen Bedingungen zu übernehmen. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich da noch keine Namen nennen kann. Aber vielleicht könnten es ja eine Tanzschule oder ein Discounter sein, um nur mal zwei Beispiele zu nennen. Denkbar wäre auch ein Mix aus verschiedenen Nutzungen. Man kann über alles nachdenken. Es sind aber auch Sanierungsfragen zu klären. Das Gebäude stammt aus den 80er-Jahren. Ich bin jetzt jedenfalls mit dem Hausverwalter so verblieben, dass ich ihm den Kontakt zu allen Interessenten weiterleite.

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Wie sieht es denn mit den kleinen Betrieben im Erdgeschoss aus?

Nach meinem Kenntnisstand würden die allermeisten gerne bleiben. Momentan sind sie Untermieter der Metro. Sie müssten dann mit dem neuen Hauptmieter einen neuen Vertrag abschließen.

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Wie würden Sie die Bedeutung der Real-Fläche für Eving einschätzen?

Als enorm hoch – für Eving und die Evinger Mitte. Eving hat ja ohnehin das Problem, zwei verschiedene Zentren zu haben: die Evinger Mitte und den Bereich an der Bayerischen Straße. Zudem haben wir mit weiteren Leerständen an Bergstraße und Bayerischer Straße zu tun.

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Mal ehrlich: Hat die Wirtschaftsförderung überhaupt Einflussmöglichkeiten bei einem solchen Prozess?

Wir kümmern uns intensiv. Ich sehe uns als Vermittler, der Empfehlungen aussprechen kann. Und mit dem Real-Markt bin ich seit Anfang des Jahres beschäftigt.