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Freibad-Chaos: Zusätzliche Busse erst auf Initiative der Polizei
Freibad Hardenberg
Nachdem am Dienstagabend 250 Menschen am Deusener Freibad auf einen Bus zustürmten, setzte DSW21 am Mittwoch zusätzliche Linienbusse ein. Aber offenbar nur auf Intervention der Polizei.
Nachdem am Dienstag (25. Juni) 250 zumeist jugendliche Badegäste in Dortmund-Deusen auf einen Bus zustürmten, setzte DSW21 am Mittwochabend zusätzliche Einsatzwagen in Richtung Hauptbahnhof ein. Doch offenbar nur auf Intervention der Polizei.
Denn als am Dienstagabend das Freibad schloss, herrschten chaotische Szenen auf der Deusener Straße. Die Polizei kam mit zehn Streifenwagen, um für Ordnung zu sorgen. Hunderte zumeist junge Freibad-Besucher drängelten sich an der Bushaltestelle, um als Erste in die Busse der Linien 410 und 475 zu kommen. Sie verkehren halbstündlich in Richtung Hauptbahnhof, Mengede, Huckarde und Eving. Am Mittwochabend verstärkte DSW21 die Linie 475 Richtung Hauptbahnhof durch Einsatzwagen. Am kühleren Donnerstag ebenfalls. „Da war es ruhig“, sagt DSW-Sprecher Marc Wiegand.
Erst keine Busse übrig – dann doch Einsatzwagen
Dass am Mittwoch überhaupt Einsatzwagen fuhren, geht offenbar auf eine Intervention der Polizei zurück. Gegen 14 Uhr teilte Wiegands Kollegin Britta Heydenblut dieser Redaktion noch mit: „In irgendeiner Form zusätzliche Fahrzeuge einzusetzen, ist nicht möglich. Wir haben keine Busse übrig.“
Gut zwei Stunden später die Kehrtwende. Marc Wiegand erklärt am Telefon, dass am Abend Einsatzwagen verkehren. In der Zwischenzeit beobachtete unser Reporter mehrere Streifenwagen der Polizei in der Deusener Siedlung.
„Es war klar, dass solch eine Situation (wie am Dienstagabend, d. Red.) noch einmal entstehen kann“, bestätigt Polizeisprecherin Nina Kupferschmidt auf Anfrage. „Dann spricht man miteinander.“ Die Initiative ging also offenbar von der Polizei aus.
DSW21 will am Wochenende die Entwicklung beobachten
Am Wochenende wird es wieder heiß. Das Hardenberg-Bad in Deusen dürfte den nächsten Besucheransturm erleben. „Wir haben die Situation am Freibad in Deusen im Blick und beobachten die Entwicklungen dort“, versichert Marc Wiegand am Freitag. „Bei Bedarf versuchen wir soweit möglich, unser Angebot kurzfristig mit zusätzlichen Einsatzwagen, größeren Bussen und gegebenenfalls zusätzlichem Servicepersonal punktuell zu verstärken. Dennoch kann es vor Ort zu Wartezeiten kommen.“
DSW21 weist darauf hin, dass Badegäste auch die Busse in Richtung Huckarde und Eving nehmen, dort umsteigen und in Richtung Innenstadt weiterfahren können.
Geboren 1964. Dortmunder. Interessiert an Politik, Sport, Kultur, Lokalgeschichte. Nach Wanderjahren verwurzelt im Nordwesten. Schätzt die Menschen, ihre Geschichten und ihre klare Sprache. Erreichbar unter uwe.von-schirp@ruhrnachrichten.de.
