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Einzelkritik: Sancho führt BVB in die Champions League - Hummels in EM-Form
Borussia Dortmund
Jadon Sancho führt den BVB in die Champions League und begibt sich auf die Spuren von David Beckham. Mats Hummels präsentiert sich beim 3:1 gegen Mainz in EM-Form. Die Einzelkritik.
Borussia Dortmund greift sich dank des 3:1-Erfolgs in Mainz das Champions-League-Ticket. Der sechste Ligasieg in Serie für den frisch gekürten Pokalsieger ist rundum verdient. Die BVB-Profis in der Einzelkritik:
Roman Bürki: Ein sicherer Fang (22.), ein beherztes Herauslaufen (26.), mehr bekam er vor der Pause nicht zu tun. Schnappte sich auch in Halbzeit zwei auf glitschigem Rasen alles. Wichtige Parade bei Latzas Abschluss in der Mainzer Drangphase (63.), auch gegen Szalai (82.) auf dem Posten. Verladen beim Elfmeter. Note: 2,0
Thomas Meunier: Routinier Lukasz Piszczek musste aufgrund einer Muskelverhärtung passen, Meunier ersetzte ihn rechts in der Dortmunder Abwehrkette. Der Belgier zu Beginn mit Problemen, dann aber defensiv stabil. Offensiv traute er sich zu wenig. Note: 3,5
Manuel Akanji: Seine zu spät angesetzte Grätsche brachte Mainz in eine gefährliche Freistoßposition (7.). Dann aber gelangen ihm wichtige Balleroberungen. Guter Zweikämpfer mit Ruhe am Ball auch unter Druck. Note: 2,5
Mats Hummels: Der Abwehrchef organisierte seine Defensive gewohnt umsichtig und zweikampfstark. Der Gastgeber fand kaum eine Lücke. Vorstöße sparte sich Hummels in Mainz weitgehend. Note: 2,0
Raphael Guerreiro: Heftiger Fehlpass in der Vorwärtsbewegung (13.). Dann ein genialer Moment: Sancho legte auf, er schlenzte gefühlvoll ins Eck - 1:0 (23.). An der Einleitung des 2:0 beteiligt. Der Portugiese präsentierte sich im Defensivzweikampf nicht immer souverän, offensiv aber effizient und 127 Mal (!) am Ball. Note: 2,5
Jude Bellingham: Der Engländer besaß die erste dicke Chance der Partie, sein Schuss strich jedoch am linken Pfosten vorbei (17.). Nach gutem Beginn eine hohe Fehlpassquote. Vergab das 3:0 (64.). Nicht sein allerbester Auftritt. Note: 3,5
Mahmoud Dahoud: Nicht mit der Präsenz und dem Tempo der jüngsten Wochen, sein Spiel war fehleranfällig, aber er kämpfte und arbeitete defensiv unermüdlich fürs Team. Note: 3,5
Marco Reus: Er benötigte 30 Minuten, um in Fahrt zu kommen, dann immer besser, hellwach im Abschluss zum 2:0 (42.) und wertvoller Zuarbeiter. Note: 2,5
Giovanni Reyna: Der US-Amerikaner besetzte die rechte Angriffsseite, er verbuchte nur wenige gelungene Aktionen, in der Rückwärtsbewegung ab und an abgehängt. Note: 4,0
Jadon Sancho: Der Tempodribbler hielt seine exzellente Verfassung: Starke Vorarbeit auf Guerreiro vor dem 1:0 (23.), kluge Hereingabe zum 2:0 (42.). Mehr als zehn Assists in drei Saisons nacheinander, das ist in Europas Top-Ligen als bislang letztem Engländer David Beckham vor 21 Jahren geglückt. Spielfreudig. Note: 2,0
Erling Haaland: Der fleißige Norweger klärte per Kopfball zweimal im eigenen Strafraum, vorm Mainzer Tor fanden ihn keinerlei verwertbaren Zuspiele. Er war quasi abgemeldet, lieferte aber das Zuspiel zum 3:0. Note: 4,0
Sascha Klaverkamp, Jahrgang 1975, lebt im und liebt das Münsterland. Der Familienvater beschäftigt sich seit mehr als 20 Jahren mit der Sportberichterstattung. Einer seiner journalistischen Schwerpunkte ist Borussia Dortmund.
